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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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Die Lusiade».

51 .

Das Meer durchirrten nur; die eisigen FlutkenDes Nordpols kreuzen unsrer Schiffe Steuer;

Wir fühlten Afrika'» gewaltige Glutben,

Erlebten viel, waS wild und ungeheuer.

Von einem Herr» gesandt, von einem guten,

Der mächtig, liebewerth und 'Allen tbeuer,

Zieb'n wir mit froher Lust durch weite Meere,

Und selbst zum Acheron, gilt'S seiner Ehre.

52 .

Wie er befohlen, gingen wir zu findenDas Morgenland, dort an des Indus Luellen,

Für ihn durchbrachen wir des Eismeers Rinden,

Wo nur der Robben Heerden heiser bellen.

Doch scheint uns, daß an euch die Reil,', zu künden(Sofern ihr euch nicht wollt vor uns verstellen),Wer ihr seid, welches Land ihr hier bewohnet.

Und ob ihr wißt, wo Indiens Herrscher thronet i"

55 .

Wir sind," sprach drauf der Insulaner Eurer,

Hier fremd nach Land, Gesetz und Volkesnamen,Und außer wilden Thieren war hier KeinerDer Herr, als wir auf dieses Eiland kamen ;

Wir folgen dem Gesetz, das höher, reinerEinst lehrt' ein weiser Man» aus Abram's Samen,Der Judenthum und Heidenlhum vermählet,

Dess Volk zur Herrschaft dieser Welt erwählet.