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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
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Die Lusiaden.

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27 .

Ihr seht, wie jetzt die Recken muthig gleitenAuf leichtem Kiel durch wilder Meere Gründe,

Den sie in nie Lcfahrne Bahnen leiten,

Nicht fürchtend Afer's, Notus' Sturmeswinde.Schon haben sie erreicht die fernen Breiten,

Wo ewiger Tag nicht kennt die Nacht, die blinde.Doch weiter blinkt das Ziel, das sie erkoren:

Dort, wo der junge goldne Tag geboren.

28 .

Verheißen von den ewigen Schicksalsmachten,

Den unveränderlichen, ward es ihnen,

Daß hoch sie ihren Ruhm zur Blüthe brächtenWo Phöbus' erster rothcr Strahl erschienen.

Auf eisigem Meer in grausen WinternächtenTrieb lang ihr Schiff, bis sie mit freudigen MienenDas Land erschau'n, nach dem sie Sehnsucht tragenUm das man kühn sie sah das Höchste wagen.

29 .

Und weil sie, wie bekannt euch, fest bestandenAus ihrem Pfad die schwersten Müh'n, Gefahren,Wo Hitz' und Frost, die schrecklich sie empfanden,Und Sturm bedrängt die kühnen Heldenschaaren:

So will ich, wenn nun ihre Schiffe landenBei Afrika, daß freundlich sich gebahrenDie Heiden hier, durch Gastfreundschaft sie ehren.Bis neu gestärkt zur weitern Fahrt sie kehren.»