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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
11
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Ihr ewigen Bewohner dieser SphärenDer klaren Sternenwelt auf lichten Thronen,Gedenkt, daß dort im Lande der IberenDes Lusus kühne, tapfre Söhne wohnen;Sucht weise jetzt euch darob anfzuklären,Was vom Geschick bestimmt den Rationen,Vornehmlich dieser, die mit hohen SiegenVerdunkelt Syrer, Perser, Römer, Griechen.

25 .

Schon ist es ihr, wie selbst ihr schaut, gelungen,Zwar klein an Zahl, doch heldenkühn gemuthet,

Den starken Mauren, lang' einst unbezwungen.

Vom Land zu jagen, wo der Tejo sluthet.

Jetzt, gegen den Castilier vorgedrungen,

Schaut, wie der tapfre Feind durch sie verblutet,Und, wie es stets geschah: mit Ruhm und EhrenMuß Alles ihre Siegstrophäen mehren.

26 .

Ich schweig', ihr Göttlichen, von jenem GlanzeDes Ruhms, im Kampf mit Romuls Volk errungen,Als siegreich unter Viriat die LanzeDes Lusitaniers bis gen Rom gedrungen;

Und Nichts erwähn' ich von dem Lorbeerkranze,

Um jenes Helden kühne Stirn geschlungen.

Der einst, zum Führer dieses Volks erlesen,

An Geisteskraft erschien ein göttlich Wesen.