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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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Die Lusiaden.

21 .

Denn Macht in sieben Himmeln ward verliehenIhm einst vom ewigen Vater aller Welten;

Um seinen höchsten Willen zu vollziehen.

Reicht ein Gedanke hin, es laut zu melden.

Nicht kann ihm Welt und Erd' und Meer entfliehen,Wenn er gebeut; - im Fluge darum stelltenSich ein die Götter, die am Nordpol wohnen,

Im Süd und West und in des Ostens Zonen.

22 .

Dort saß der Göttervater, der so mächtigVulcanus' wilde Blitzcsstrahlen zücket,

Auf einem Sternenthron, krystallrein, prächtig,

Mit hoher Huld und Majestät geschmücket.

Sein Antlitz wandelt leicht, was mitternächtig,

Zn Sonnenglanz; der Mensch, der Erd' entrücket.

Wird selbst zum Gott, ihn schauend; Scepter, KroneGlüh'n mehr als Demantschein am irdischen Throne.

23.

Auf eignem Sitze, dessen hohe StufenVon Gold und Perl' und Edelstein erglänzen,

Läßt nieder sich, wen sein Befehl gerufen,

Sich ordnend nach des Ranges Schrank' und Gränzen;Voran die Aeltern, die die Jüngern schufen,

Und deren Schläfe Ruhmeslorbeern kränzen.

Schnell füget sich's im hehren Götterkreise,

Und Zeus beginnt in donnergleicher Weise: