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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
9
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Doch während diese Zeiten still entschwinden,

Wirst deine Völker glorreich dn regieren;

Laß Gnade meinen Sang, Herr, vor dir finden,

O möchte ihn dein hoher Beifall zieren!

Es soll begeistert jetzt mein Lied dir künden,

Wie deine Argonauten Schiffe führen

Durch salzige Flnth, stolz selbst beim Sturmesbcbcn,

Weil du sie siehst, den feiernd sic erheben.

19 .

Schon weit durch's Meer die kühnen Schiffer drangen,Jndeß der Wellen leichtes Spiel sie wiegte;

Die Lüste wußten schmeichelnd zu umfangenDer Schiffe Segel, deren Tuch sich schmiegteSo sanfter Macht; die Fluth sah'n sie erprangcnIm weißen Schaumkleid, als das Ruder PflügteDie Wasserflächen, jenes Reich der Flossen,

Wo Proteus' reiche Heerden munter sprossen.

20 .

Wann im Olymp, im hohen, glänzend reinen.

Die Mächte, die der Menschheit Schicksal leiten,

Zum hohen Götterrathe sich vereinen,

Um hier des Orients Zukunft zu entscheiden:

Da sieht man sie am Firmament erscheinenIm Sternkrystall der unermessncn Weiten,

Vom mächtigen Herrn des Donners schnell berufenDurch Atlas' Enkel an des Thrones Stufen.