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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
LXXIX
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I-XXIX

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niedrig und sumpfig war und viele dicke, mephitischc Dünste aus-hauchte. Eine bcträcktliche Plenge fiel der Seuche zum Opfer.

Nachdem die Schiffe wieder in Stand gebracht worden, ver-ließ man diesen Ort am 24. Februar; am 1. März erreichte dieFlotte Mofsambik.

Der Sch-ik oder Statthalter dieses Platzes , Namens si a -ko eia, sendete Vasco da Gama Erfrischungen zum Geschenk,was dieser durch Kleider und andere Kleinigkeiten erwiedertc.yakoeia kam zum Besuch zu Gama auf das Schiff; vieleBoote mit Eingcbornen begleiteten ihn, gerüstet mit Bogen,Pfeilen und anderen unter ihnen gebräuchlichen Waffen. Vascoda Gama empfing den Scheik am Bord und ließ seinen Beglei-tern Wein und Obst reichen. Bei diesem Mahl fragt- slakociaden Führer Gama außer verschiedenen Dingen auch darnach, obsie Türken oder Mauren wären, und woher sie kämen; ob sie dieBücher ihrer Religion mit sich führten, und daß man sie ihmzeigen möchte; ebenso die Waffen, deren man sich in ihremLande bediene. Gama gab ihm zur Antwort, daß er ihm dieReligionsbücher später zeigen werde; hinsichtlich der Waffen ge-braucke man daheim dieselben, mit welcben die Seinigcn hier aufder Flotte bewaffnet wären. Nach dieser Erklärung ersuchte erden Scheik um Steuerleute, welche ihn nach Indien geleitenkönnten, (lakoeia versprach dies und schickte wirklich auch zweierfahrne Schiffer. Da indeß die Mauren erfahren hatten, daß diePortugiesen Christen seien, entfachte sich in ihnen solch ein Haß,daß sie beschlossen, dieselben hinterlistig zu überfallen und zutödten, um sich dann ihrer Schiffe bemächtigen zu können.Durch einen der Piloten wurde dies jedoch noch rechtzeitig VascoLa Gama entdeckt; dieser ließ unter solchen Umständen sofortdie Anker lichten und segelte nach Mombassa; als auch derBeherrscher dieser Stadt ihm Verderben bereiten wollte, schiffte ergen Melinde, das er am Ostertage 14S8 erreichte.

Melinde's König war hochbetagt und kränklich, und obgleicher sehr wünschte, die Schiffe zu sehen, wurde er doch durch sei-nen üblen Zustand durchaus daran verhindert. Deshalb kamsein ältester Sohn, der Erbe des Reichs und dermalen bereits