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Elilteitung. xi.v
Dirgil auf dem Parnaß seit mehr als zweihundert und sechszigJahren eingenommen habe, schon weil ihm dieser Rang der Al-tersklasse nach zukomme und ihm bis jetzt noch Keiner das Ver-dienst desselben habe bestreiten können. So viel in Betreff desTadels. Was nun das Lob betrifft, welches die hervorragend-sten, sowohl nationalen als fremden Schriftsteller unserm Dichtergespendet haben, so kann hier nicht der wenige Platz dazu inAnspruch genommen werden, welcher dieser kritischen Einleitungbestimmt war. Wir verweisen deshalb aus die weiter unten inder Biographie vonLuisdeCamöesS. L.XIV mitgetheiltendrei poetischen Huldigungen eines Torquato Tasso, einesDiogo Bernardes und des bedeutendsten lyrischen portugie-sischen Dichters Filinto Elysio.
Neben diesen Lobsprüchen selbst dichterisch begeisterter Schrift-steller ist aber wohl der schlagendste Beweis von dem wahren undanerkannten Werthe dieses Heldengedichts der Eifer, mit wel-chem alle gebildete Nationen Europa's getrachtet haben, sich das-selbe durch Uebertragung in die betreffenden Idiome zugänglicherzu machen. Man kannte bis jetzt in der spanischen Schwester-sprache 3 Uebersetzungen; im Französischen4; ebenso vieleim Italienischen; imEnglischen2;imDeutschen3;im Dänischen 1; im Schwedischen 1; im Russi-schen l; im Polnischcn 1 ; — selbst in die todten Spra-chen wurden die „Lustaden" übersetzt! in die lateinische undin die h ebr äis ch e. — Somit kann man von Cambes sa-gen. wie von Homer und Virgil, daß sein Ruhm nur dieGränzen des Erdballs kennt.