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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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EiiMlttmz.

lich-n von Aristoteles gebrauchten Gleichnisses zu bedienen), woll-ten wir zum Gegenstände unserer Beobachtung ei» Thier von zehn-tausend Stadien Umfang wählen, so würde uns ein einzigesseiner Glieder die Augen beim Beschauen dergestalt füllen. daßwir uns leinen Begriff vom Ganzen »rachen könnten , und näh-men wir dazu wieder ein- Mücke. so könnten wir der Kleinheitwegen weder deren Theile noch ihre Beschaffenheit trotz der Schärfeder bloßen Augen wahrnchmen.

Die Epopöe besteht aus fünf Theilen; diese sind:1) Handlung; 2) Erzählung; 3) Schilderung derSitten und Gebräuche; 4) das Urthcil. und 5) dieäußere Form tDiction).

Die Handlung bildet den Stoff des Gedichtes : die Er-zählung ist die Einkleidung und Gestaltung desselben; siebesteht aus den Grun d theil c n (das Wesentliche!. als welchesind: r>) die Ei nleitung. b> die Verbindung oder Ver-knüpfung. und c> dieLösung; die Nebentheile sdasUnwesentliche) begreifen in sich die Episoden (Neben -. Zwi-schenspiele) .

In der Einleitung (Uxovckiun,) wird der Plan (?r-o-posirio) der Handlung erzählt; dann folgt die Anrufung derMusen (Invocatio) und zuletzt die Widmung (Vvriicatio),wenn eine solche vom Dichter beabsichtigt wurde.

Die Verbindung oder Verknüpfung Moxus) be-schäftigt sich mit der Anweisung und systematischen Aufzählungder Thatsachen von dem Theile der Handlung an. mit welchemder Dichter die Erzählung überhaupt beginnt bis zu dem Punkte,wo das Unternehmen sich zum glücklichen oder unglücklichen Aus-gange neigt.

Die Lösung umfaßt alles Das. was von hier ab bis zumSchluß der Handlung selbst folgt.

Die Schilderung der Sitten und Gebräuchedehnt sich auf die Charakteristiken der verschiedenen im Gedichteauftretenden Persönlichkeiten aus.

Das Urtheil (die B -urth-ilung) bezieht sich auf di-,rm Gange der Handlung gewissermaßen «Heils unwillkürlich.