XIV
Vorwort.
betrachtet wird, so käme es noch darauf an, zu untersuchen,warum die mehrfachen deutschen Bearbeitungennicht dazu beigetragen haben, den Dichter der Lusiaden we-nigstens bekannt zu machen. Einestheiis mag dies anden Zeiten gelegen haben, in denen sie erschienen; 1807 und1833 traten zwei verschiedene vollständige, im Versmaaßdes Originals übertragene Ausgaben an's Licht; außerdemsind mehrfache einzelne Bruchstücke übersetzt worden. Da ichdiese aber insgesammt zu wenig kenne, und nur einen Blickhinein vor Beginn meiner eigenen Uebertragung gethan, somag ich nicht entscheiden, ob die Zeitumstände, oder ob dieUnzulänglichkeit der Verdeutschungen (die, wie in der weiterunten folgenden „Kritischen Einleitung" dargethanwird, nach den so gänzlich verderbten und entstellten Aus-gaben, und vielleicht gar'mit Hülfe französischer, italienischeroder englischer Uebcrsetzungcn, vorgenommen worden sind)die Schuld an ihrer Vergessenheit tragen.
Genug, nach Erwägung alles oben Gesagten entschloßich mich zur Ausführung. Ich kannte und gebrauchte seitAnfang der portugiesischen Lectüre nur die beiden besten, bisjetzt bestehenden echten Originalausgaben, die eine von1. V. Lorreto bslo und 4. 0. Uontsiro sobrus oomplstas>ts Unis cks Lomöes, 1834 in Hamburg unter Aufsicht derHerausgeber gedruckt; seit 1843 von bouck,^ in Paris, so-wie von Lissabon zu beziehen); die andere von äosö cksUanseog (1846 in Paris unter Aufsicht des Herausgeberserschienen, von kouckrx zu beziehen). In der letztem Aus-gabe stellte 1. «tu bonseos den echten Text mit der zu Ca-moes' Zeit üblichen Orthographie her, stattete das Eposmit reichem, erschöpfendem Commentar aus, und ermög-lichte so durch diese treffliche, hochverdiente Arbeit erst dasgenaue und völlige Verständniß des Dichters. In der Thal