Rhodium. 191
schwarzes Pulver, welches 25 Procent Schwefel enthal-ten soll.
Mit den Metallen verbindet sich Iridium leicht.Ein Theil Iridium mit 8 Th. Blei giebt ein geschmeidi-ges Metall, welches härter als Blei ist. Das Blei kann aufeiner Kapelle abgetrieben werden und läfst das Iridiumals ein grobes Pulver zurück. 1 Th. Iridium mit 4 Th.Kupfer giebt eine blafsrothe, geschmeidige Metallmi-schung. 1 Th. Iridium und 4 Th. Zinn, bilden eineharte krystallinische, aber gleichfalls geschmeidige Metall-verbindung. Diese Verbindung geht erst in der Weifs-glülihitze vor sich. Silber kann auch mit Iridium ver-bunden werden, ohne die Geschmeidigkeit zu verlieren.Alle diese Metallmischungen lassen pulverförmiges Iridiumunaufgelöst - zurück,- wenn das andere Metall in Säurenaufgelöst wird. Iridium verbindet sich mit Platin, undgiebt diesem Metall einige Eigenschaften, die es noch vor-züglicher zum chemischen Gebrauch machen. Durch denGrad von Sättigung, den das Platin durch Einmischungdieses Metalls erhalten hat, verbindet es sich nicht mehrso leicht mit anderen Stoffen; daher können die Platin-tiegel, welche aus Platin gemacht sind, das auf dem trock-nen Wege aus dem Platinsande gewonnen worden, undworin es also noch mit Iridium, Rhodium und Palladiumverbunden ist, der Einwirkung der darin geglüheten Stoffebesser widerstehen, als diejenigen, die aus Platin, wel-ches auf dem nassen Wege von aller Beimischung gerei-nigt worden ist; eine Beobachtung, die gewifs keinem hatentgehen können, der, nachdem er gewohnt war, mit-einem Tiegel von Jeanetty zu arbeiten, diesen auf ein-mal mit einem der später erhaltenen und aus reinem Pla-tin verfertigten hat vertauschen müssen.
3. Rhodium.
Dieses Metall kommt im Platinsande vor, wovon esungefähr ausmacht. Es wurde von Wollaston
entdeckt.
v.»