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Irkllumoxycle.
Sowohl das Wasser, womit das Salz gewaschen wor-den ist, als die farblose Flüssigkeit, woraus man es mitSalmiak niedergeschlagen hat, enthalten noch Iridium undEisenoxyd, sie werden also zusammengemischt, mit vielemWasser verdünnt und mit kaustischem Ammoniak, wel-ches das Eisenoxyd abscheidet, niedergeschlagen. DieFlüssigkeit wird filtrirt, zur Trockne abgedampft und dasSalz geglüht, wobei sich das Iridium reducirt. Das Chlor-kalium, womit es gemengt ist, wird mit Wasser ausge-zogen. Die hier beschriebene Darstellung des Iridiums istvon Yauquelin angegeben. Man erhält Iridium auf dieseArt in einem nicht zusammenhängenden Pulver von me-tallischem Ansehen, das dem Platin ähnlich ist. In unserenOefen schmilzt es nicht, wohl aber bei der Hitze, die beider elektrischen Entladung oder vom Neumans-Gebläsehervorgebracht wird. Children schmolz Iridium beiderEntladung seiner elektrischen Säule von ungewöhnlich gro-fsen Platten, und erhielt dabei ein ungeschmeidiges Me-tallkorn, von der Farbe und dem Ansehen des Platins.Iridium für sich kann weder von Königswasser, noch vonder Salpetersäure aufgelöst oder oxydirt werden. In Ver-bindung mit Platin, nimmt Königswasser eine geringe Por-tion davon auf. Die einzige Art, dieses Metall zu oxy-diren, ist durch Glühen mit einem Alkalihydrat oder mitSalpeter.
Iridiumoxyde.
Iridium hat 3 Oxyde, von welchen jedoch keins im.isolirten Zustande untersucht worden ist. Ich werde siejetzt noch mit den Namen: Oxydul, blaues Oxyd, rothesOxyd, von einander unterscheiden.
aJ Das Oxydul oder das farblose Oxyd wird er-halten, wenn man in die blaue Auflösung des Iridium-oxyds in einer Säure, Schwefelwasserstoffgas streichen läfst.Die Flüssigkeit wird trübe, setzt Schwefel ab und wirdfarblos. Man erhält es ebenfalls, sowohl wenn das blaueDoppelsalz mit Ammoniak digerirt wird, dessen Wasser-stoff das blaue Salz zum farblosen reducirt, als auch wenn