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Salze von Tellur.
aufgelöst. Wird die geschmolzene Masse bis zum Weils-glühen erhitzt, so hinterläfst sie endlich metallisches Gold.
Molybdänschwefliger Goldschwefel ist imWasser auflöslich, woraus er sich nach einiger Zeit alsein dunkelbraunes, beim Trocknen sich schwärzendes Pul-ver niederschlägt.
Molybdänüberschwefliger Goldschwefel bil-det einen anfangs dunkelbraunen, beim Trocknen gelbwerdenden Niederschlag von schmutzigem Metallglanz, derPolitur annimmt, zum Beweise, dafs er sich zersetzthat. Bei der Destillation giebt er Schwefel und wirddunkler. Nachher, in offener Luft erhitzt, verbrennt ermit Entwickelung von schweflichter Säure und wird gold-gelb. Bei strengerer Hitze sublimirt sich daraus Molyb-dänsäure; Umstände, die zeigen, dafs er nicht in derFlüssigkeit durch Wiederauflösung des Molybdäns, son-dern erst während des Trocknens zersetzt wurde.
XXXII. Salze von Tellur.
A. Sauerstoffsalze von Tellur.
Die Telluroxydsalze sind wenig bekannt. Sie sindfarblos, haben einen metallischen und unangenehmenGeschmack. Sie werden von den Alkalien mit weifserFarbe niedergeschlagen, und der Niederschlag wird vonmehr zugegossenem Alkali aufgelöst. Schwefelwasserstoff-gas schlägt sie mit schwarzer, und Galläpfelinfusion mitisabellgelber Farbe nieder. Antimon, Zinn, Zink, Kupferund Phosphor schlagen das Tellur aus seinen Auflösungenmetallisch nieder.
Schwefelsaures Telluroxyd ist leicht auflöslicb.Wird Tellurmetall kalt mit concentrirter Schwefelsäuredigerirt, so erhält man eine kermesrothe Flüssigkeit, die,mit Wasser verdünnt, metallisches Tellur niederschlägt,und die beim Erhitzen farblos wird.