Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
961
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Schwefelsalze. 961

Doppelcyanüre von Gold und dem angewandten Metallesind.

Schwefelcyangold wird durch Fällung von Gold-chlorid mit Schwefelcyankalium erhalten. Der Nieder-schlag ist Heischroth, und sowohl in Schwefelcyankaliumals in Ammoniak auflöslich. Von Chlorwasserstoffsäurebekommt er eine tiefere, von Alkali eine gelbe Farbe.

C. Schwefelsalze von Gold.

Man hat bis jetzt nur Verbindungen mit Goldschwefelhervorgebracht, der sich weit mehr basisch als das Goldoxydcharakterisirt. Seine Salze sind dunkelgelb oder braun,mitunter mit gelbbrauner Farbe im Wasser auflöslich.

Kohlenschwefliger Goldschwefel bildet einendunkel graubraunen Niederschlag in einer trüben, sichschwer klärenden Flüssigkeit. Getrocknet ist er schwarz,giebt bei der Destillation Schwefel, und hinterläfst dasGold von Kohle geschwärzt.

Arsenikschwefliger Goldschwefel ist mit roth-brauner Farbe im Wasser auflöslich. Das basische Salzwird mit dunkelbrauner Farbe niedergeschlagen, aber beimAuswaschen auf dem Filtrum wieder aufgelöst. Wird dieAuflösung mit schwefelsaurem Eisenoxydul vermischt, soschlägt sici) eine gelbbraune Materie nieder, und die Flüs-sigkeit wird farblos.

Arsenichtschwefliger Goldschwefel bildeteinen gelben Niederschlag, der dunkelt, sich ansammelt,und zuletzt fast schwarz wird. Nach dem Trocknen giebter beim Reiben ein dunkel gelbbraunes Pulver. Er schmilztleicht, giebt bei dunkler Rothglühhitze einen Theil seinesArsenichtschwefels ab, und erhält sich geschmolzen. Nachdem Erkalten ist er durchsichtig dunkel gelbroth. Wirddie geschmolzene Masse zu Pulver gerieben, so ist diesesdunkelbraun, wird aber Wasser zugefügt und das Reibenfortgesetzt, so nimmt es vollen Metallglanz an und siehtwie reducirtes Gold aus. Die Flüssigkeit hat jedoch nichts