: '«y.r.
958
Salze von Gold.
&
chem Pelletier zu zeigen suchte, dafs es Goldoxydhy-drat sei, so wie ich es beim Goldoxyde angeführt habe.Es hält jedoch die Chlorwasserstoffsäure sehr hartnäckigzurück, und sie kann wohl nicht durch Waschen gänzlichdavon befreit werden. Es wird in geringer Quantität imWasser aufgelöst, welches davon eine gelbliche Farbe an-nimmt, und worin man durch Eisenoxydulsalz eine kleineMenge Gold entdeckt. — Wird dieses Hydrat mit einerAuflösung von kaustischem Kali in Alkohol digerirt, sowird der Niederschlag nach einiger Zeit zu metallischemGolde reducirt, welches in der Flüssigkeit als unendlichdünne, völlig metallisch glänzende Schuppen schwimmt.Diese enthalten das Gold in seiner feinsten mechanischenVertheilung, und können als Miniaturfarbe angewandtwerden, wo man eine Belegung von Gold nöthig hat.Goldchlorid ist, mit gelber Farbe, in Aether auflöslich,und der Aether zieht einen Theil dieses Salzes aus einerAuflösung desselben im Wasser aus. Es wird auch voneinigen flüchtigen Oelen aufgelöst. Mit einer Auflösungdes neutralen Salzes in Aether vergoldet man polirte Stahl-arbeiten, die darin getaucht oder damit bestrichen wer-den; man taucht sie darauf sogleich in Wasser, polirt sie,und fährt darüber mit einem feinen leinenen Lappen hinund her; aber diese Vergoldung ist bald abgenutzt. Sonstpflegt man auf eine mehr dauerhafte Art Eisen so zu ver-golden, dafs man auf dasselbe ein Häutchen von Kupferoder Silber aus der neutralen Verbindung dieser Metallemit Schwefelsäure niederschlägt; man reinigt dieses Häut-chen in Wasser, und vergoldet es mit Goldamalgam. —Pelletier hat gezeigt, dafs, wenn man eine neutraleAuflösung von Goldchlorid mit einer Pflanzensäure mischt,sich das Gold nach kurzer Zeit reducirt und metallischniederschlägt. Diese Veränderung geschieht noch schnel-ler, wenn die Säure mit Alkali gesättigt war. Oxalsau-res Kali zersetzt die Auflösung mit Aufbrausen und Ent-wickelung von kohlensaurem Gas, aber dieses trifft nichtmit den anderen Säuren ein. Man bat jedoch die Ver-änderung, welche diese Säuren dabei leiden, nicht unter-