Haloi'dsalze.
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sucht. Die Erscheinungen bleiben dieselben, wenn mandie Säuren mit Goldoxyd digerirt. Concentrirte Essig-säure macht hiervon eine Ausnahme, weil sie eine kleinePortion Gold auflöst, welches sich jedoch bald metallischniederschlägt. Verdünnte Essigsäure und essigsaures Kaliwerden langsamer als 1 Oxalsäure, Weinsäure und Citron-säure zersetzt. Die Galläpfelinfusion schlägt das Gold me-tallisch nieder.
Goldchlorid hat eine grofse Neigung, Doppelsalze zubilden. Nach Javals Versuchen bildet es mit Chlor-kalium ein Doppelsalz, welches in langen vierseitigenPrismen krystallisirt, eine schöne gelbe Farbe hat, in derLuft gelinde fatiscirt, und wenn es erhitzt wird, Was-ser giebt, wobei es zur rothbraunen Masse schmilzt, diebei der Hitze, bei der Glas schmilzt, sich zum Theil un-zersetzt erhält. — In diesem Salze enthält das Gold 2 Malso viel Chlor als das Kalium. Es besteht, nach Javal,aus Chlorkalium 25,21, Goldchlorid 68,71, und Wasser6,08. — Auch mit Chlornatrium giebt das Goldchlo-rid, nach Figuier, ein Doppelsalz, welches in langen, vier-seitigen Prismen von einer orangegelben Farbe anschiefst,nicht in der Luft verändert wird, erhitzt schmilzt undKrystallwasser verliert. Bei der Rothglühhitze fängt esan sich zu zersetzen, fordert aber zur gänzlichen Re-duction des Goldes eine strenge Hitze. Es besteht, nachFiguier, aus 70,2 Th. Goldchlorid, 13,57 Th. Chlorna-trium und 16,51 Th. Wasser. Das Gold nimmt 2 Malso viel Chlor auf als das Natrium. Der Sauerstoff desWassers ist zu dem, welcher erforderlich wäre, um dasNatrium zu Natron zu verwandeln, wie 16: 1.
Jodgold. Man hat nur das Jodür hervorbringenkönnen. Man erhält die Verbindung, wenn Jodwasser-stolfsäure mit dem Oxyd digerirt wird, wobei Goldjodürund Jod gebildet werden. Man erhält sie ebenfalls, wennfein vertheiltes Gold mit Jodwasserstoffsäure behandeltwird, wozu man Salpetersäure in kleinen Portionen setzt,welches man so oft erneuert, als auf’s Gold eine Einwir-kung statt findet. Man mufs einen Ueberschufs von Jod-