Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
942
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Ö42

Salze von Rhodium.

Schwefelsaures Rhodiumoxydul erhält man, ent-weder wenn das Oxydsalz gelinde geglüht, oder wennSchwefelrhodium bei gelinder Hitze geröstet, oder wenndas intermediäre Oxyd mit concentrirter Schwefelsäure be-handelt wird. Es ist ein schwarzes, im Wasser unauf-lösliches Pulver, woraus kaustisches Kali wenigstens einenTheil der Schwefelsäure auszieht.

Die Oxydsalze werden gebildet, wenn die höchsteOxydationsstufe in Säuren aufgelöst wird. Sie werdennicht von kohlensaurem Alkali gefällt, auch nicht vonChlorkalium, Chlornatrium oder Cyaneisenkalium. Zinn-chlorür giebt diesen Salzen eine dunklere Farbe und schlägtdas Oxyd nach einer Weile nieder. Das Oxyd ist in Säu-ren wieder auflöslich. Alle vorhergehenden Metalle, Pal-ladium und Silber ausgenommen, schlagen Rhodium darausnieder.

Schwefelsaures Rhodiumoxyd erhält man, wennSchwefelrhodium, auf dem nassen Wege bereitet, in con-centrirter, rauchender Salpetersäure aufgelöst wird; manbekommt dabei eine gelbbraune Flüssigkeit und ein brau-nes Pulver. Das letztere ist neutrales schwefelsaures Rho-diumoxyd, und das erstere ist eine Auflösung davon inSalpetersäure. Giefst man die Säure ab, so läfst sich dasbraune Pulver im Wasser auflösen. Die Auflösung trock-net zum braunen Syrup ein, ohne Zeichen von Krystalli-sation. Versucht man, das Wasser durch Hitze zu ver-jagen, so bläht sich das Salz wie Alaun auf und läfsteine sehr aufgeschwollene, poröse Masse zurück. Giefstman Wasser darauf, so sieht es aus, als wäre es darinunauflöslich; aber es löst sich darin allmählich auf, geradewie gebrannter Alaun. Der Luft ausgesetzt, fängt es nacheinigen Stunden an zu zerfliefsen, und wird auf diese Arteher flüssig, als wenn es mit Wasser übergossen wird.Die Farbe der concentrirten Auflösung ist dunkelroth, insGelbe übergehend, und ich glaube gefunden zu haben,dafs, nachdem sie einige Zeit aufbewahrt worden, sienoch röther geworden war.

Salpetersaures Rhodiumoxyd wird erhalten,