Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
878
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87S Salze von Kupfer.

ver, welches nach und nach eine braune oder rothe Farbeannimmt.

Zwei Drittel chromsaures Bleioxyd-Kupfer-oxyd kommt im Mineralreich vor und hat den NamenVauquelinit erhalten. Es ist theils erdig, theils in klei-nen, Warzen bildenden Krystallen angeschossen. Im er-steren Falle ist es heller, im letzteren dagegen dunkel-grün, Der Sauerstoff des Bleioxyds verhält sich zu demdes Kupferoxyds wie 2:1.

Molybdänsaures Kupferoxyd ist ein gelbgrünes,schwer auflösliches Pulver, welches sowohl von Säurenals von Alkalien leicht zersetzt wird.

Wolframsaures Kupferoxyd bildet einen wei-fsen, unauflöslichen Niederschlag.

Antimonsaures Kupferoxyd ist ein grünes, un-auflösliches Krystallmehl. Erhitzt verliert es an tgi Pro-cent Wasser und wird schwarz. Wird die Hitze bis zumGlühen verstärkt, so scheint es sich zu entzünden und füreinen Augenblick zu brennen, worauf es weils und etwasins Grüne schillernd wird. Es kann dann auf dem nas-sen Wege weder von Säuren, noch von Alkalien zersetztwerden. Auf der Kohle vor dem Löthrohr wird es leichtreducirt, und giebt ein blasses Kupferkorn.

Antimonichtsaures Kupferoxyd gleicht demvorhergehenden, aber es ist nicht so krystalliniscb, ver-glimmt ebenso, wie dieses, und wird weifs.

Tellursaures Kupferoxyd ist ein schöner, sma-ragdgrüner, unauflöslicher Niederschlag. Erhitzt giebt essein Wasser ab und wird schwarz. Vor dem Löthrohrwird es mit Verpuffung reducirt und giebt ein blafsrothesKupferkorn.

B. Halotdsalze von Kupfer.

Chlorkupfer, a) Kupferchlorür (salzsaures Ku-pferoxydul) erhält man, wenn Kupferchlorid, mit etwasChlorwasserstoffsäure gemischt, in einem wohl bedeckten