Oxydsalze. 877
sehr schöne Malerfarbe im Handel vor, die man nachScheele’s Vorschrift auf folgende Art erhält: Man löst2 Pfund reines und eisenfreies schwefelsaures Kupferoxydin 12 Quart Wasser auf, die man vorher in einem kupfer-nen Kessel erwärmt hat; in einem andern Kessel löst man2 Pfund reine, calcinirte Pottasche und 22 Loth arsenichteSäure in 4 Quart reinem Wasser auf; nach geschehenerAuflösung wird die Flüssigkeit durch Leinen filtrirt. Vondieser Auflösung werden kleine Portionen, unter stetemUmrühren, zu jener noch warmen Auflösung von Kupfer-vitriol gegossen. Nachdem alles zusammengemischt ist,läfst man die Flüssigkeit stehen, giefst das Klare ab, über-giefst den Niederschlag mit noch einigen Quart heifsenWassers, und läfst dieses abfliefsen, sobald es klar gewor-den ist, wonach neues zugegossen wird. Nachdem die Farbesich zu Boden gesetzt hat, wird sie auf ein leinenes Tuchzum Abtröpfeln gegossen und bei einer gelinden Wärmegetrocknet. Man erhält 1 Pfund und 13 Loth einer sehrschönen, grünen Farbe. Man bedient sich ihrer meistensals Wasserfarbe, aber man kann sie auch als Oelfarbe an-wenden. Unter dem Namen Schweinfurther Grünkommt im Handel eine sehr schöne grüne Farbe vor, dieeine Verbindung von arsenichtsaurem und essigsaurem Ku-pferoxyd ist. Sie wird folgendermafsen bereitet: Man läfst10 Th. Grünspahn in einem kupfernen Kessel in so vielwarmen Wasser zergehen, als nöthig ist, um damit einendünnen Brei zu bilden; diesen filtrirt man zur Abschei-dung von mechanisch eingemischter Unreinigkeit durch einSieb. Nachher werden 8 bis 9 Th. fein gepulverte arse-nichte Säure in einem kupfernen Kessel in 100 Theilenkochendem Wasser aufgelöst. Die Auflösung wird, nochkochendheifs, filtrirt und nachher wiederum zum Kochenerhitzt. Dann setzt man unter fortwährendem Kochen denGrünspahn in kleinen Mengen nach und nach zu. Manfährt mit dem Kochen fort, bis die Flüssigkeit klar undfarblos erscheint. Die erhaltene Farbe wird gewaschenund getrocknet.
Chromsaures Kupferoxyd ist ein gelbgrünes Pul-