Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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879
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Haloidsalze.

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Gefäfse mit Kupfer digerirt wird, wobei das Chlorür all-mählich in weifsen, körnigen Krystallen anschiefst. Manerhält es auch, wenn Kupferchlorid in einer Retorte er-hitzt wird, wobei sich erst Wasser, und dann Chlor ent-wickelt. Es bleibt endlich eine dunkle Masse zurück, diezur braunen Flüssigkeit schmilzt, und dann wasserfreiesKupferchlorür ist. Man erhält es ebenfalls, wenn 2 Th.Quecksilberchlorid mit 1 Th. Kupferfeilspähne gemischt,und in einem Destillirgefäfse erhitzt werden, wobei Queck-silber mit einer kleinen Quantität des überschüssigen Sal-zes entweicht, und eine geschmolzene Masse in der Re-torte zurückbleibt, die nicht flüchtig ist, nach dem Erkal-ten durchsichtig wird und eine bernsteingelbe Farbe an-nimmt. Boyle, der diese zuerst entdeckte, gab ihr denNamen Resina Cupri. Es soll auch erhalten werden,wenn in Alkohol aufgelöstes Kupferchlorid dem Sonnen-lichte ausgesetzt, oder wenn das Chlorid mit einer Auf-lösung von Zinnchlorür gemischt wird. Es wird mitbrauner Farbe in concentrirter Chlorwasserstoffsäure auf-gelöst, und Wasser schlägt es als eine weifse, schwereMasse daraus nieder. Diese braune Farbe gehört nichtdiesem Salze an, sondern sie entsteht, nach Colin, voneiner Portion Chlorid, welches durch die concentrirteSäure seines Krystallwassers beraubt wird. Setzt man dieDigestion mit metallischem Kupfer in verschlossenen Ge-fäfsen fort, so erhält man eine klare, farblose Flüssigkeit.Das mit Wasser niedergeschlagene Salz kann nur im luft-leeren Raume getrocknet werden, ohne Sauerstoff aufzu-nehmen. In der atmosphärischen Luft wird es oxydirtund in ein basisches Kupferchlorid verwandelt, wobei eseine grüne Farbe annimmt. Von kaustischem Ammoniakwird es zur farblosen Flüssigkeit aufgelöst, die in derLuft eine blaue Farbe annimmt. Uebergiefst man dasSalz mit einer Auflösung von schwefelsaurem Eisenoxy-dul, so wird das Kupfer zu Metall reducirt. Es istwahrscheinlich, dafs man die Oxydulsalze des Kupfers ambesten erhält, wenn man das Chlorür einer doppelten Zer-setzung mit neutralen Silbersalzen unterwirft. Wenn man

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