Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
835
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Oxydulsalze. 835

werden von Cyaneisenkalium mit weifser, und von was-serstofischwefligen Salzen mit kaffeebrauner Farbe nieder-geschlagen. Von kaustischem Alkali werden sie weifsgefällt. Ueberschüssiges Alkali löset aber den Niederschlagwieder auf. Zu den Oxydsalzen verschiedener Metalle ge-mischt, z. B. zu Salzen von Eisenoxyd, Kupferoxyd undQuecksilberoxyd, reduciren sie diese zu Oxydulsalzen, undzu einer Auflösung von Gold gemischt, schlagen sie dasGold metallisch nieder, oder wenn die Auflösungen mitWasser sehr verdünnt waren, in Form eines purpurrothenPulvers, wovon ich bei dem Golde gesprochen habe.

Schwefelsaures Zinnoxydul bekommt man, wennZinn in concentrirter oder wenig verdünnter Schwefelsäureaufgelöst wird; man erhält dann eine Salzmasse, die mitbrauner Farbe in kochendem Wasser aufgelöst wird, undworaus das schwefelsaure Oxydulsalz während der Abküh-lung in kleinen, nadelförmigen Krystallen anschiefst. Beidem Glühen wird es zersetzt und giebt Zinnoxyd. DurchDestillation von Schwefelzinn im Minimum mit rothemQuecksilberoxyd, erhält man dieses Salz wasserfrei, undman kann es einer dunkeln Rothglühhitze aussetzen, ohnedafs es zersetzt wird.

Schweflichtsaures Zinnoxydul wird erhalten,wenn Zinn in flüssiger schweflichter Säure aufgelöst wird.Die schweflichte Säure wird zum Theil reducirt, und manerhält eine Auflösung von schweflichtsaurem Zinnoxydul,welches jedoch etwas unterscliweflichtsaures Zinnoxydulenthält, und am Boden setzt sich Schwefelzinn mit schwar-zer Farbe ab.

Unterschweflichtsaures Zinnoxydul ist eineim Wasser auflösliche Verbindung. Zinnoxydulsalze wer-den von auflöslichen unterschweflichtsauren Salzen nichtniedergeschlagen. Legt man ein ausgewalztes Zinnblattin schweflichte Säure, so wird es braun und halbdurch-sichtig, die Masse wird gelatinös von gebildetem Oxyd,aber sie enthält nur schwache Spuren von unterschweflich-ter Säure.

Salpetersaures Zinnoxydul bekommt man, wenn