Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
784
Einzelbild herunterladen
 

784

Salze von Kobalt.

lin, erhalten, wenn Cyankobalt bis zur Sättigung in Cyan-kalium aufgelöst wird, worauf man abdampft. Das Salzschiefst in blafsgelben, glänzenden, durchsichtigen, gescho-benen, vierseitigen Prismen an. Bei dem Erhitzen ver-knistert es, scheint kein Wasser zu enthalten und schmilztbei verstärkter Hitze zu einer dunkel oliveng'rünen Flüssig-keit.. Die Existenz dieses Salzes zeigt, dafs das Kobalteine Klasse von Doppelsalzen habe, analog denjenigen,die durch das Eisencyanür mit anderen Metallen gebildetwerden; indessen sind jene noch nicht untersucht und dasVerhältnifs,. worin sich Cyankobalt und Cyankalium ver-binden, ist noch unbekannt.

Schwefelcyankobalt (schwefelblausaures Kobalt-oxyd) erhält man, nach v. Grotthufs, wenn eine Auf-lösung von Schwefelcyankalium in Alkohol mit schwefel-saurem Kobaltoxyd in fester Form gemischt wird, wo-durch die in letzterem befindliche Schwefelsäure mit demKali sich verbindet und unaufgelöst bleibt, während dasKobaltoxyd sich mit der Schwefelcyanwasserstoffsäure ver-bindet und eine schöne saphirblaue Auflösung giebt. Durchlangsames Abdampfen kann man das Salz in blauen, pris-matischen Krystallen erhalten, die in feuchter Luft zu einervioletten und endlich rothen Flüssigkeit zerfliefsen. IhreAuflösung im Wasser hat eine rosenrothe Farbe, welchedurch Verdünnung verschwindet und nur einen unbedeu-tenden Stich ins Rothe behält. Sie kann als blaue sym-pathetische Dinte angewandt werden, deren Farbe durchErwärmen hervortritt. Es wird von Ammoniak aufgelöst,und wenn man die Auflösung abdampft, so setzt sich erstein blauer Niederschlag ab, aber unter fortgesetztem Ab-dampfen wird es wiederum aufgelöst und das Ammoniakausgetrieben.

C. Schwefelsalze von Kobalt.

Die Salze des Schwefelkobalts sind entweder schwarzoder tief dunkelbraun; sie sind gewöhnlich im Wasser