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762 Salze von Eisen.
genommen, wohl bedeckt und abgekühlt wird; man über-giefst sie darauf mit Wasser, welches sowohl einen Tbeil inoch unveränderter Pottasche, als auch eine nicht unbedeu-tende Menge Cyankaliums auflöst. Mit dieser Auflösung fälltman eine mit Alaun vermischte Auflösung von Eisenvitriol,wobei man einen blauen Niederschlag bekommt, dessenFarbenhöhe von dem ungleichen Ueberschufs an Alkali inder Lauge, von dem verschiedenen Zusatz von Alaun undvon der Oxydationsslufe des Eisens im aufgelösten Vitriolabhängt. Der Zusatz von Alaun geschieht eigentlich, umdas freie Alkali zu sättigen, welches dann Thonerde nie-derschlügt, wovon die Farbe nicht so sehr verdorben wird,als wenn ein Ueberschufs von Eisenoxyd zugleich nieder-geschlagen werden würde, wodurch die Farbe grün wird.Dieser Zusatz von Alaun ist eigentlich als eine Verfälschunganzusehen, und er ist die Ursache, dafs das im Handelvorkommende Berlinerblau von so verschiedener Farbe ist.Fabrikanten, welche die höchste Güte des Fabrikats zuerreichen streben, bedienen sich deswegen nicht des Alauns,sondern ziehen den mit dem Berlinerblau niedergeschla-genen Ueberschufs von Oxyd mit Schwefelsäure aus, wo-durch man eine reine Farbe bekommt, obgleich die Quan- itität derselben geringer ist. Um das Berlinerblau völlig Irein zu erhalten, mufs man es mit reinem Cyaneisenka-lium, welches in die Auflösung eines Eisenoxydsalzes ge-tröpfelt wird, bereiten. Es hat eine schöne und tief dun-kelblaue Farbe; während des Abwaschens backt es starkzusammen, und es ist sehr schwer, es völlig rein zu er- Ihalten, da es gewöhnlich stets eine geringe Spur von Kalizurückbehäit, die nach seinem Verbrennen entdeckt wird.Nach Ilaiinond soll das schönste Berlinerblau erhaltenwerden, wenn es aus salpetersaurem Eisenoxyd niederge-schlagen wird, und die Schönheit der Farbenschattirungsoll so ausgezeichnet sein, dafs sie die gröfseren Ko-sten dieses Salzes belohnt. Berlinerblau ist unauflöslich,aufser in concentrirter Schwefelsäure, mit welcher es sichzu einer weifsen, kleisterähnlichen Masse verbindet, undaus welcher es vom Wasser unverändert abgeschieden wird.