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Salze von Ammonium.
Der Salmiak hat einen scharfen und stechenden Ge-schmack. Er krystallisirt in Federn, seltner in Cubenoder Octaedern. Sein eigenth. Gewicht ist 1,45. Dersublimirte Salmiak ist sehr zähe und schwierig zu pul-vern. Er löst sich in 2,72 Th. kaltem und in gleichenTheilen kochendheifsem Wasser. Er ist an der Luft un-veränderlich, und sublimirt sich, ohne zersetzt zu werden.Er löst sich in Alkohol. Mit oxydirten Salzbasen zerlegt,giebt er 16,78 Procent Wasser. Kalium, Zink, Eisen ent-binden daraus Ammoniakgas und Wasserstoffgas. Er wirdaus gleichen Volumen chlorwasserstoffsaurem Gase undAmmoniakgas gebildet.
Jodammonium. a.) Ammoniumjodür erhältman am besten, wenn man licpide Hydriodsäure mitätzendem Ammoniak sättiget und die Auflösung zum An-schiefsen abdampft. Es krystallisirt schwierig in Würfeln,und die trockene Salzmasse wird in der Luft' feucht. Ineiner sauerstofffreien Atmosphäre sublimirt es sich unver-ändert; in der Luft aber wird es zum Theil zersetzt, Am-moniak entwickelt und das Sublimat vom Jodid gelb ge-färbt. In freier Luft und bei gewöhnlicher Temperaturverfliegt das Jod wieder, und das Salz wird weifs. b) Am-moniumjodid entsteht, wenn man eine concentrirte Auf-lösung des vorhergehenden mit Jod sättigt. Die Flüssig-keit wird dadurch dunkelbraun und undurchsichtig. DasJodür verwandelt sich, wenn es im Wasser aufgelöst derLuft ausgesetzt wird, in Jodid, und Ammoniak wird freiin der Flüssigkeit. Ob sich das Ammonium mit Jod inmehr als zwei Verhältnissen verbindet, ist nicht unter-sucht.
Fluorammonium (flulssaures Ammoniak), aJ Neu-trales erhält man am besten auf trockenem Wege, wenn1 Th. feingeriebener Salmiak mit 2 f. Th. ebenfalls höchstfeingeriebenem Fluornatrium genau vermischt und in einemPlatingefäfse erhitzt wird. Ich bediene mich hierzu einesPlatintiegels mit aufgelegtem, einwärts gebognem Deckel,der mit Wasser gefüllt wird, das in dem Maafse, als es wäh-rend der Operation verdunstet, immer wieder ersetzt wird.
Beim