Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
581
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HaloTdsalze.

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Beim gelinden Erhitzen des Bodens vom Tiegel sublimirtsich das Fluorammonium an den Deckel, der nie mehrals -J- 100 0 warm werden kann. Man erhält dieses Salzganz leicht, ohne alle Einmengung von Salmiak, sublimirtin kleinen prismatischen Krystallen. War das Salz feucht,so entweicht im Anfänge des Versuches Ammoniak, undman erhält dann ein saures Salz eingemengt. Dieses Salzerhält sich gut in der Luft, löst sich leicht im Wasserund auch in geringer Menge im Alkohol auf, aus welchemletzteren das Meiste mit dem Wasser des Weingeistes inGestalt einer schweren Flüssigkeit zu Boden fällt. Beierhöhter Temperatur schmilzt es vor dem Sublimiren.Dieses Salz greift das Glas mit einer solchen Heftigkeitan, dafs es dasselbe schon in trockener Form bei der blo-fsen Berührung corrodirt. Seine Auflösung in Wasser istein vortreffliches Mittel zum Aetzen in Glas; man streichtsie mit einem Pinsel auf die Zeichnung' im Aetzgrund.Wenn sie trocken geworden ist, kann das Salz mit Was-ser abgespühlt und die Auflösung von neuem angewandtwerden. Natürlicherweise kann dieses Salz nicht in Glas-gefäfsen aufbewahrt werden, b) Wird trockenes Fluor-ammonium in Ammoniakgas gebracht, so absorbirt esschnell eine Portion vom Gase, und es entsteht ein basi-sches Salz, welches bei der Sublimation Ammoniak ab-giebt und wieder neutral wird, c) Saures Fluoram-monium (saures ffufssaures Ammoniak) entsteht, wennman eine Auflösung des neutralen Salzes verdampfen läfst,gleichviel ob freiwillig oder durch Wärme unterstützt.Bei -J- 36 bis 40° abgedampft, erhält man, wenn dieFlüssigkeit anfängt eine gröfsere Consistenz anzunehmen,eine körnig krystallisirte Masse, welche, auf Fliefspapiergebracht, getrocknet werden kann und sich bei dieserTemperatur in trockener Luft erhält, welche aber bei ge-wöhnlicher Temperatur so schnell zerfliefst, dafs die Massedabei in eine eigene Bewegung geräth.

Borfluorammonium (flufssaures Borammoniak).Man erhält dieses Salz nicht durch Sublimation von Sal-miak mit Borfluorkalium. Am besten erhält man es, wennII. 3S