Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
579
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HaloYdsalzc.

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und Wasserstoff der Knorpel Ammoniak geben, welchesin die Vorlage übergeht, und mit Wasser, brenzlichtemOel, Essig, Kohlensäure, Kohlen- und Schwefelwasserstoffgemengt ist. Das erhaltene unreine kohlensaure Ammo-niak wird im Wasser aufgelöst, und mit einer Auflösungvon schwefelsaurem Eisen, oder zuweilen von Alaun, ge-mengt, wobei sich das Ammoniak mit der Schwefelsäureverbindet und das Eisenoxyd oder die Thonerde ausge-schieden wird. Die durchgeseihte Lösung wird dann zurKrystallisation abgedunstet, und das krystallisirte schwe-felsaure Ammoniak mit Kochsalz gemengt und in steiner-nen Flaschen in einem Galeerenofen bei etwas raschemFeuer erhitzt, wobei sich der Salmiak in dem obern' Tlieile der Gefäfse sublimirt und auf dem Boden Glau-bersalz zurückbleibt. In Frankreich wird Salmiak auf dieWeise gemacht, dafs man die braune, von brenzlichem Oelverunreinigte Auflösung von kohlensaurem Ammoniak, dieman durch Destillation von Knochen erhält, durch Lagenvon feingeriebenem Gyps seiht, wodurch sich kohlensau-rer Kalk bildet und schwefelsaures Ammoniak in Auflö-sung erhalten wird. Diese Methode hat den Vortheil,da(s die Schwefelsäure aus dem Gypse weit weniger, alsdie aus dem Vitriol kostet; dagegen aber hat sie das Un-vortheilhafte, dafs der kohlensaure Kalk, nicht wie dasEisenoxydul, von dem brenzlichen Oele nichts mit nie-derschlägt, welches beim Abdampfen der Flüssigkeit freiwird und auf der Oberfläche derselben schwimmt, die esendlich bedeckt und dann ganz die Abdampfung verhin-dert, weshalb es immer sorgfältig abgeschäumt werdenlnufs. Zuweilen löst man auch das schwefelsaure Ammo-niak mit Kochsalz im Wasser auf und dampft es zumKrystallisiren ab, wobei zuerst der Salmiak, und dann dasGlaubersalz anschiefst. Der sublimirte Salmiak kommt inzähen, halbdurchsichtigen Kuchen vor, und ist dann amreinsten. Den krystallisirten läfst man in Zuckerhutfor-men abtropfen, stampft ihn dann zusammen und trocknetihn; er ist durch Glaubersalz verunreiniget, und enthältFeuchtigkeit.

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