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Salze von Natrium.
tartari mit Kali sättiget und dann mit einer Auflösungvon 5 Th. Glaubersalz mischt. Nach dem Einkochen kry-stallisirt erst das schwefelsaure Kali und dann das Dop-pelsalz. Dieses Salz zeichnet sich durch seine grofsenKrystalle aus. Es hat einen unangenehmen salzigen Ge-schmack, verändert sich an der Luft wenig, ausgenom-men, dafs es in trockener und warmer Luft auf derOberfläche verwittert. Es enthält 30 Procent Krystallwas-ser, dessen Sauerstoff sich zu dem der beiden Basen zu-sammengerechnet wie 5:1 verhält. Es läfst sich in Th.kaltem und in weit weniger warmen Wasser auflösen.Man braucht es in der Heilkunde; es ist nach dem Apo-theker Seignette zu la Rochelle benannt, der es zuerstbereitete.
Borax-Weinstein (Tartarus boraxatus) wird einsaures Salz genannt, welches aus 3 Th. Cremor tartariund i Th. Borax bereitet wird, die man in 6 Th. Was-ser auflöst und zur Trockenheit abdunstet. Es bildet sicheine zähe, klebrige Salzmasse, die an der Luft leicht feuchtwird; aus den angewandten 4 Th. Salz erhält man nur3,6 trockenes Doppelsalz. Es löst sich in gleichen Th.kalten Wassers auf, wobei sich gewöhnlich etwas wein-saurer Kalk absetzt. Es ist im Alkohol nicht löslich undwird von Säuren fast gar nicht zerlegt, ausgenommen vonder Weinsäure, welche etwas Cremor tartari daraus ab-sondert. Dieses Salz scheint eines von den wenigen Bei-spielen der uns bis jetzt bekannten doppelten Verbindun-gen von Salzen zu sein, wo sowohl die Säuren, als dieBasen von einander verschieden sind. Es wird, obgleichselten, in der Heilkunde gebraucht.
Brenzlichweinsaures Natron ist ein zerfliefsli-ches Salz.
Citronsaures Natron giebt prismatische, in derLuft schwach verwitternde Krystalle, löst sich in | kal-ten Wassers auf, und schmilzt in der Wärme, ehe es sichverkohlt.
Aepfelsaures Natron ist eine zerfliefsende Salz-masse. Das saure Salz krystallisirt.