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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
425
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nur mit leise angedeuteten Zügen einen Anstrich von Wahrheit.In hohem Grade besaß er die Kunst, die Saiten zu berühren, diein jedem unverdorbenen Herzen leicht wiederklingen. Nie ist seineManier hinreißender als in Schilderungen der Natur, des häus-lichen Glücks, kurz in allem, was dem moralischen Gefühl werthseyn muß."

Die erste Sammlung von JfslandS Schauspielen, von ihmselbst besorgt, erschien 17981809 zu Leipzig und Berlin in 18Bänden, mit Kupfern von Böhm, Volt, Jury u. a. Goethedichtete, Jfflanbs Andenken feiernd, ein Vorspiel zu denHagestolzen."Verschiedene seiner Stücke wurden in fremde Sprachen, namentlichins Dänische, Holländische, Englische übersetzt, unter andern Ver-brechen aus Ehrsucht, die Mündel, der Spieler, die Advokaten,die Aussteuer.

JfslandS große Leistungen als mimischer Künstler leben nurnoch in der Erinnerung der ältesten Zeitgenoffen, aber mancheseiner Schauspiele haben sich fortwährend auf der Bühne erhalten,und die bedeutenderen derselben, wie sie in vorliegender Ausgabevereinigt find, werden immer mit Vergnügen gelesen werden.Wie man auch diese Werke schätzen und im Machwerk der Literaturunterbringen mag, sie sind und bleiben ein interessantes Ver-mächtniß aus der schönsten unvergeßlichen Periode des deutschen Schau-spiels, sprechende Denkmäler einer Zeit, wo noch den Zuschauerund den Schauspieler das geistige Band verknüpfte, mit dessenLockerung die Dramatik immer tiefer gesunken ist, wo ein empfäng-liches und genügsames Volk vor der Bühne dankbar starke undübereinstimmende Eindrücke empfing, wo die Kunst mit so unendlichwenigeren äußern Mitteln spielend Wirkungen erzielte, die uns mitallem Aufwand von künstlerischem Bewußtseyn unerreichbar sind.Wir sollten aber meinen, gerade jetzt, wo sich in unserer Dramatikwieder frisches Leben zu regen scheint und das sogenannte Bühnen-