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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
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424
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Schauspiele zu geben:*JfflandS Dichtungen waren Schöpfun-gen uns seiner Zeit, und für dieselbe; diese selbst war keinejetzige, von willkürlich selbst geschaffenen philosophischen Kunsttheorienverwirrte und zersplitterte, sondern eine in sich klare, natürliche,verständige. Den politischen Tagesstürmen sich entziehend, branntedie Kunst gleichsam als heilige Vestaflamme auf dem Altar Haus-sicher Laren, während jetzt unsere Poesie, nach außen strebend,fast ganz politisch werden will, obwohl doch gewiß Politik undDiplomatie die tödtlichsten Würmer für die zarte Pflanze derPoesie sind. Die Zustände seiner Zeit spiegelte nun Jffland inseinen Dramen auf poetische Weile wieder; er schildert zwar nurein stilles, bürgerlicher, politisch unbewegtes Familienleben inernstem oder heiterem Tone, aber jedesmal mit der tiefsten psycho-logischen Wahrheit, die auf das Herz oder das Zwerchfell ihreWirkung nie verfehlen konnte. Seine Dichtungen sind, wie seinetheatralischen Leistungen, Früchte, nicht erwachsen unter den heißenSonnenstrahlen der Phantasie, sondern unter dem warmen Schirmund Schutz des GemiithS, und am Spalier der Wahrheit gereist."

Heinrich Döring sagt unter anderem:**Der Hauptwerthseiner Dichtungen, die fast ohne Ausnahme eine conventionelleTendenz haben, beruht in der richtigen Auffassung und Darstellungdes Contrapes zwischen ländlicher und städtischer Sitte, wie unterandern in den Jägern, unstreitig einem der vorzüglichsten drama-tischen Werke JfflandS; dann aber auch in der treuen Schilderungder feinen Welt und ihres Zusammenhangs mit dem Staatsleberi. Doch nicht bloß die Wirklichkeit, oder den Menschen und dasLeben in seinen gewöhnlichen Erscheinungen wußte Jffland mittäuschender Treue zu schildern. Auch seinen Idealen gab er oft

- Z. Funck, aus dem Leben zweier Schauspieler, A W, JfflandS,und L. Devrient», Leipzig, 1838.

In der Encyklopädie von Ersch und Gruber, Artikel Jffland.