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ein bedeutender Gegenstand, an dem dasselbe mit seinen ästheti-schen Theorien experimentirte und sich in kritischer Anatomie übte;er mußte sich gefallen lasten, daß man ihm in gewissen Richtungenund Höhen Fähigkeiten und Wirkungen absprach, die sich früherbei ihm von selbst verstanden hatten. Jfflands Schauspiele theiltendas Schicksal ihres Verfassers. Die meisten und bedeutendstenderselben fallen in Jfflands Mannheimer Periode; sie wurdendamals mit Begeisterung ausgenommen, ganz Deutschland ließ sichwillig davon entzücken und rühren, Engländer, Holländer, Dänenmachten sie sich eifrig durch Bearbeitung zu eigen, und eine ganzeGeneration unserer Schauspieler verdankt einen guten Theil ihrerBildung und ihres Rufs jenen Rollen, welche mit der plastischenEinbildungskraft des gewandtesten Schauspielers angelegt und aus-gesührt sind. Als aber am Schluß de« vorigen Jahrhunderts
in Poesie und Kunst ganz neue ästhetische Anschauungen sichgeltend machten, da wurden mit so vielem andern, was derDeutsche bis dahin als sein Eigenthum hochgehalten, auch JfflandsSchauspiele weit tiefer herabgesetzt, als sie nach unbefangenerSchätzung je verdienen können. Die neue ästhetische Kritik, mitderen Aufblühen der Verfall des deutschen Schauspiels so genauzusammenhängt, hatte an diesen Stücken in erhöhtem Maße un-gefähr dasselbe auszusetzen, wie am Spiele des Verfassers, und siewurde gegen jene wie gegen diesen desto bitterer und ungerechter,da sie nicht wegläugnen konnte, daß beiden, wenn sie einmal aufden Brettern waren, die größte Wirksamkeit zukam, während dieTochter der modernen Kritik, die romantische Poesie, bei allerstrotzenden Fülle und anspruchsvollen Tiefe, die Bühne so wenigzu befruchten vermochte.
Die jetzige Zeit ist zu einer billigeren Schätzung Jfflands alsSchriftsteller befähigt und aufgelegt. So scheinen uns die folgendenBemerkungen einen richtigen Maßstab zu Beurtheilung seiner