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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
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bildeten Frau die Ruhe, die ihm in der Stadt durch die Last seinerGeschäfte und seine Reizbarkeit nur zu sehr geschmälert war.

Als Jffland im Jahr 18 ll die Generaldirektion der könig-lichen Schauspiele übertragen wurde, war seine Gesundheit bereitstief erschüttert. Die Anlage zur Brustwaffersucht mußte sich schnellin einem Körper ausbilden, dem der Geist keine Ruhe ließ. Rast-los setzte er nicht nur seine Berufsthätigkeit und seine Darstellungenzu Berlin, sondern auch seine Kunstreisen fort. Zu Bezeichnungseiner damaligen Stimmung, wie seiner Lebensweise mögen einigeAeußerungen von ihm hier stehen. Am 5. September 1811schreibt er:Die Brust ist leiblich, auch habe ich kein Fieber mehr.Im Spiel vermeide ich möglichst Anstrengung; außerdem bin ichmatt, pflege treue Diät und Ruhe. Gestern Abend waren seitdem 4. August zwanzig Rollen gespielt und 140 Meilen gereist.Mich bestegen, wie Schiller sagt, die gewaltigen Stunden, und derinnere Haushalt meiner kindlichen Seele ist so treu und wahr, alsder Weltlauf verkrüppelt." Ein andermal:Möcht' ich doch dietiefe Schwermuth bannen können, von der ich ganz erfüllt bin! ESist nicht Lebensüberdruß, aber voller Ueberdruß an Lebensverkehr.Ich bedarf nicht zu beten: Schafs' in mir, Gott, ein reinesHerz! wohl aber: Schaff' in mir, Gott, ein frohes Herz!"

Einen sehr vortheilhaften Ruf nach CarlSruhe schlug er 1812 aus;so unzufrieden er auch mit Berlin gewesen zu seyn scheint, schreibter doch:Daß ich gar keinen Sinn für mein dortiges Geschäfthabe, thut mir weh. Zur Pflicht wird das Pflichtgefühl mich be-wegen; das ist aber auch alles. Dieß Geschäft jedoch verlangtmehr als Pflicht. Was Berlin mit dem Theater geworden ist,ward es, weil ich mehr als meine Pflicht gethan."

Nach dem Ausbruch des Kriegs im I. 1813 brauchte er dieMolkenkur im schlesischen Bad Rheinerz, die günstig auf seine Ge-sundheit, besonders auf seiue geschwollenen Füße zu wirken schien.