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Schütz in Halle: „Ich habe in Berlin, ich darf es wohl sagen,herkulische Arbeit gethan, um eine Zunftbude in ein akademischesWesen zu verkehren. Das Werk war sichtbar geworden. Die esheben konnten, die Gelehrten, haben wein Thun stets zertreten.Weßhalb? das weiß ich nicht. Mein Muth ist geblieben. Nunaber hat der Krieg die Saat in den Boden gestampft. Wirdetwas wieder aufgehen? wieviel? wann? oder wird es völligNacht werden und ein klagender Geist über der Tiefe schweben?Wer weiß das? Meine Bürger- und Amtspflicht fordert von mirauSzuharren, bis die allgemeine Stimme mich loszählt und erklärt:Nun kann er nicht mehrl Mt diesem Sinne verkehre ich raschund bin schweren Herzens so thätig, als ob alles niemals einEnde haken werde I Wie weit ich reichen werde, weiß ich nicht!aber das weiß ich, niemals soll man von mir sagen können: erwußte die Aufopferungen nur gut zu spielen, aber keine zu bringen."
Nichts war Jfsland unerträglicher als die Vorurthcile derWelt gegen den Berus, zu dem ihn die Natur bestimmt; demselbenin den Augen der Gesellschaft Achtung zu verschaffen, war seinleidenschaftliches Bemühen. Er mußte daher seinen ganzen Standin sich geehrt sehen, als ihm durch Verleihung des rothen Adler-ordens dritter Claffe eine Auszeichnung ward, die Schauspielern soselten zu Theil wirb. Genau mit diesem Charakterzug hing seineZurückhaltung in der vornehmen Welt zusammen, in die er sich sowenig als möglich mischte. Er mochte die demiithigende Erfahrunggemacht haben, daß man in der Gesellschaft vom Schauspieler miteiner gewissen Zudringlichkeit Unterhaltung erwartet, und so kam es,daß er bei solchen Gelegenheiten immer mit großem Ernst auftrat.Desto heiterer und liebenswürdiger konnte er in Kreisen seyn, wovon solchem Zwang und solchen Ansprüchen keine Rede war. Inseinem Landhause im Thiergarten, bas er auch Winters bewohnte,fand er im Umgang mit vertrauten Freunden und seiner sehr, ge-