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Glück wie zu Mannheim in bas verwickelte Getriebe der Bühnen-verwaltung eingriff. — So verlebte er, meist in gutem Vernehmenmit der Intendanz, und alljährlich da und dort in Deutschland dieentschiedensten Triumphe feiernd, ruhige, fast ganz der Kunst ge-widmete Jahre bis zur Katastrophe von 1806. Da aber solltesein Charakter und seine Liebe zur Kunst durch die geschichtlichenEreignisse in ähnlicher Weise wie einst zu Mannheim aus eineharte Probe gestellt werden; und er bestand sie so gut wie damals.
Durch den Einfall der Franzosen ward Jffland nicht nur alsMensch — er war Patriot im besten Sinne — sondern auch alsKünstler aufs tiefste empört. Er sah jetzt den Krieg und dieFranzosen mit ganz andern Augen an, als zu Mannheim unterandern Verhältnissen und in jugendlicherer Stimmung. Seinerschönen Schöpfung drohte in der trüben Zeit der Untergang; demTheater ward die Unterstützung endogen, es ward von den nieder-geschlagenen Einwohnern wenig besucht, und die Franzosen machtenunverschämte Forderungen. Jffland that nun aber wirklich indieser traurigen Periode nicht weniger für die Berliner Bühne, alser unter ähnlichen Umständen für die Mannheimer gethan, wennauch sein Verdienst, wie der Leibarzt Formey ausdrücklich sagt, vonwenigen gekannt, von noch wenigeren erkannt war. Auch jetztsetzte er wieder alles an die Erhaltung des Theaters, und schwerlichkann einem Regisseur eine schwierigere Aufgabe zufallen, als denVermittler zu machen zwischen französischem Uebermuth und denWünschen eines patriotischen Publikums. Seine Weigerung, Stückeaufsllhren zu lasten in denen der deutsche Charakter lächerlich ge-macht war, setzte ihn mehr als einmal der Gefahr aus, nachFrankreich geschleppt zu werden. Dagegen übernahm er es, mehrereStücke Picards und anderer für die deutsche Bühne zu bearbeiten,und er diktirte in seinem Landhaus im Thiergarten die Uebersetzungoft bis spät in die Nacht. — Im Jahr 1807 schrieb er anJffland, theatral. Werke. X- 27