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und er spricht seine Unzufriedenheit namenllich in Briefen an Schrödersehr stark aus. Ließ ist auch aus innern Gründen sehr erklärlich.In Mannheim hatte sich sein Talent in voller Freiheit entwickelt.Sein Spiel zeigte damals bei weitem noch nicht jene außerordent-liche Besonnenheit und Berechnung, die dasselbe in seiner zweitenPeriode anszeichuete. Es war noch weit mehr der unmittelbareAusfluß einer hochbegabten Natur. Jffland konnte auch bei seinemempfänglichen, vorzugsweise von außen bestimmten Wesen ohne hin-gerissene Zuschauer kein hingerissener Schauspieler sehn, und inMannheim hatte er ein Publikum vor sich, das wohl ästhetischesGefühl, aber keinen ästhetischen C dex hatte und sich den Eindrückender Kunst frei und unbefangen hingab. Unter diesen Umständenkonnte er wohl auch Rollen übernehmen und mit großem Glückdurchführen, die im Grunde seiner ganzen Anlage widersprachen.In Berlin dagegen fand er ein Publikum, das nicht nur an sichkühler und besonnener, sondern auch zum Theil bereits vom neuenUmschwung der Literatur ergriffen war, und die modernen ästheti-schen Maßstäbe an seine Leistungen als Darsteller anlegte. Sokonnte es nicht fehlen, daß ihn die Ansprüche einer Kritik, an dieer sogar nicht gewöhnt war, empörten, und er sprach sich auch oftgenug bitter darüber aus. Er fühlte auch wohl, daß er aus seinemWege au den Grenzen seines Naturells angekommen war; so wen-dete er denn den angestrengtesten Fleiß auf die Durchbildung seinesSpiels, und so erwarb er sich jene erstaunliche Sicherheit der Dar-stellung, jene untrügliche Fertigkeit im Ansmalen der kleinstenZüge, die ihn auch vor der unerbittlichsten Kritik zu einem dergrößten Schauspieler machte, die je gelebt haben. Es gelang ihmauch, trotz der Opposition der „Gelehrten," durch seine überwältigendeVirtuosität das hochgebildete Berliner Publikum zu erobern, um somehr, da er bald auch als Regisseur auf so viel schwierigerem undschlüpfrigerem Boden mit derselben Thatkraft und mit demselben