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Der Waffenstillstand wurde aufgehoben, die Franzosen gingenbei Kehl über den Rhein, alles flüchtete; auch Jfsland hatte sichdazu entschlossen nud gab am 10. Juli 1796 seine letzte Rolle inMannheim, den alten Baron in „den Geschwistern vom Lande," mitwelchen Gefühlen, läßt sich denken. Er versprach Dalberg, nach denUnruhen wieder zu kommen, und stellte einen Revers darüber aus.
Jfsland begab sich zu seiner Familie nach Hannover und vonda zu einem Gastspiele nach Hamburg; dort erwachte die Sehnsuchtnach Mannheim wieder in ihm. Er verlangte von Dalberg keineVerbesserung, sondern nur Garantie für den Fortbestand der Mann-heimer Bühne; er erhielt aber nur höfliche, ausweichende Antworten,und da ihm allermittelst von Berlin wieder ernstliche Anträge zuge-tommen waren, so brach er endlich mit Mannheim, und übernahuidie Regie des Berliner Theaters.
Bis zu diesem Hauptabschnitt seines Lebens reicht JfflandsSelbstbiographie, die er vorzüglich in der Absicht verfaßt zu haben scheint,um sich gegen Dalbergs Vorwürfe, der seinen Verlust nicht ver-schmerzen konnte, zu rechtfertigen. Wir haben uns bei seinem Auf-enthalt in Mannheim länger verweilt, weil wir hier seiner eigenenErzählung folgen konnten, und weil diese Periode sür seine Ent-wicklung und namentlich auch für seine schriftstellerische Thätigkeitdie wichtigste ist. Die Ereignisse seines weitern Lebens können wirrascher aufzählen.*
Jfflands Stellung zu Berlin war äußerlich sehr vortheihaft;er erhielt 3000 Thlr. Gehalt, 1200 Thlr. Benefiz, eine Pension,wenn er blieb, denn auf immer hatte er sich vorläufig nicht ge-bunden, und der König hatte seine nicht unbeträchtlichen Schuldenbezahlt. Dennoch fühlte er sich anfangs nichts weniger als glücküch,
' Wlr folgen dabcl vorzüglich der Echlldernng Zfflandi von H,Döring In der Fncpklodüdle von Ersch nnd Gruber,