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erstes Stück, das zu Mannheim »nb bald auch anderswo großenEindruck machte. Streicher, Schillers Begleiter auf dessen Flucht,erzählt: * „Der außerordentliche Beifall, den dieses Stück »dielt,machte die Freunde Schillers nicht wenig besorgt, daß dadurchseine Louise Millerin in den Schatten gestellt werde; dennniemand erinnerte sich, daß ein bürgerliches Schauspiel jemals lovielen Eindruck hervorgebracht hätte?' — Jffland selbst sagt beiVieser Gelegenheit: „Mehr als tausend Menschen nach und nachzu Einem Zweck gestimmt, in Thränen des Wohlwollens für einegute Sache, allmählig in unwillkürlichen Ausrufungen, endlichschwärmerisch in dem lauten Ausruf, der es bestätigt, daß jedesschöne Gesühl in ihnen erregt sey, zu erblicken — das ist einherzerhebendes Gefühl." Und bei jener Vorstellung legte er vorsich selbst das Gelübde ab, „die Möglichkeit auf eine Volks-versammlung zu wirken, niemals anders als in der Stimmungfür bas Gute zu gebrauchen," und er bezeugt sich selbst, daß erseines Wissens dieses Gelübde nicht gebrochen. Im selben Jahrerschienen „die Mündel," 1785 „die Jäger," das berühmteste undvielleicht wirksamste der Jfflandschen Schauspiele. — Um diese Zeitführte ihn eine Kunstreise nach Lübeck und Hamburg; er gab unterdes von ihm so hoch verehrten Schröders Augen mehrere Gast-rollen mit dem entschiedensten Beifall, er erhielt sogar vortheilhafteAnerbietungen, aber noch hing sein Herz fest an der Stabt, dieseinen Ruhm gegründet und wo er noch immer in Verhältnissenlebte, die dem ächten Künstler mehr sind als äußerer Glanz. Ereilte uni so mehr nach Mannheim zurück, als dort ein Ereignißbevorstand, das zum voraus die Bevölkerung in die freudigste Auf-regung versetzte. Er ahnete nicht, daß dasselbe zugleich ihmBortheil und Ehre bringen und ihn sür eine Reihe von Jahrenfest an Mannheim fisteln sollte.
- Schillers Fluch! von Stuttgart 18S6, p> 171,