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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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401
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und betrat am 15. März 1777, als Jude in.Engels Nachspiel,der Diamant," zum erstenmal die Bühne. Er gab bald außer-ordentliche Beweise von der großen Kunstfertigkeit in der Mimik,die es vorzüglich war, was ihn zu einem der größten Schauspielergemacht hat, und sein ganzes Naturell brachte eS mit sich, daß ergleich in so großer Jugend in das Fach der sogenannten Charakter-rollen eintrat. Auffallend schnell bildete er unter Eckhofs Leitungsein Talent aus, wozu der Wetteifer mit den bedeutenden Schau-spielern Beck und Beil, die seine Begeisterung für die Knust theilteu,nicht wenig beitrug. Sehr viel hatte er auch dem Dichter Götterzu danken, was er iu seiner Selbstbiogcaphie aufs lebhafteste an-erkennt. Mit lebendigen Farben schildert er sein inniges Ber-hältniß zu Beck und Beil, ihre leidenschaftlichen Verhandlungen überdie Kunst, ihre Hebungen und Neckereien, ihre Streifereien durchdas Land. Es war die glücklichste Zeit seines Lebens. Sie dauertenicht lange. Im Jahre 1778 war Eckhof gestorben, die GothaerBühne verfiel und 1779 entließ der Herzog auf einmal das ganzePersonal. Jetzt war Jfflands einziger Wunsch, sich Schrödern inHamburg anzuschließen, der ihn in Hannover so oft entzückt hatte,und er schlug daher anfangs das Engagement iu Mannheim aus,das Dalberg ihm und seinen Freunden angeboten. Als es aberzum Entschlüsse kam, vermochte er es nicht, sich von Beck und Beilzu trennen, und folgte ihnen nach Mannheim, wo in einer langenReihe von Jahren so viele Triumphe und so viele Leiden seinerwarteten. Zuvor aber, zum erstenmal seit seiner Flucht, eilte ernach Hannover und erhielt den Segen seines Vaters für seine soglücktich eröfsnete Laufbahn.

Carl Theodor von der Pfalz, der Beschützer deutscher Literatur,hatte sein französisches Theater aufgehoben und ein deutsches Schau-spiel errichtet. Heribert von Dalberg war der Intendant desselben.Mannheim war, trotz dem, daß sich der Hof nach München ge-Jffland, iheatral. Werke. X 26