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es ihm doch niemals damit Ernst werden könne, warf ihn immerwieder zurück. ES dünkte ihm unedel, seinen Vater die Ausgabenfür die akademischen Jahre machen zu lassen, und bann erst einenso ganz entgegengesetzten Weg einzuschlagen, und so beschloß erendlich 1777 ungesäumt seine Kunstwanderung und seine Lehrjahreanzutreten. Schon hatte er den Tag bestimmt, als ihn eine Krank-heit seines Vaters zum Aufschub zwang: es wäre ihm unmöglichgewesen, unter solchen Umständen etwas zu thun, was den Wünschenund Gefühlen des Vaters so ganz entgegen sehn mußte. Stach derGenesung desselben war er in seinem Entschluß bereits wiederwaukeud geworden, als Goethe's Weither, den er mit seinemFreunde Moritz, dem Verfasser des Anton Nieser, las, vollendsdie Flamme in den Feuerstoff seiner Seele warf. Jetzt war ernicht mehr Meister seines Willens; er fühlte lebendig, daß etwasGutes in ihm sey, und daß „es kein Mal auf die Stirne drücke,aus der Bahn zu springen, in der Hunderte gähnend dahinschlendern."Er besuchte jetzt anhaltend das Theater, störte dadurch die Haus-ordnung, riß so die längst gesunkene gute Meinung der Seinigenvollends nieder, und es mußte über kurz oder lang zu einem Aus-bruch kommen. Am 21. Febr. 1777 wurde er aus der Vorstellungdes „Shescheuen" von Götter abgerufen; er ahnete, daß die Ent-scheidung da war. Zu Hause warteten seiner heftige Vorwürfe unddie Ankündigung einer strengen DiSciplin. Damit war das Loosgeworfen. Des andern Tags bat er nm Erlaubniß, eine Reiseüber Land machen zu dürfen, nahm nichts mit als ein Bilbnißseines Vaters, und ging halb bewußtlos aus dem väterlichen Hausein die weite Welt.
Er begab sich zuerst nach Frankfurt, sand aber weder dort
noch in Hanau und Cassel eine Anstellung, und so wandte er sich
nach Gotha, wohin ihn Eckhof und der Glaube an ihn zog. Er
wurde auch von diesem großen Schauspieler gütig ausgenommen