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„Mich überfiel," so erzählt Jfsland selbst, „ein überirdisches Ent-zücken. Ich erinnere mich, als wäre es eine Geschichte von gestern,der Menschenmenge, der Pferde, der Kutschen, des hohen Triumph-bogens, von dem ich glaubte, er reiche bis in den Himmel hinauf,der gläuzenden Kirchenfenfier und des Freudengeschrei's, das dasVolk erhob. Ich hüpfte auf den Armen meiner Trägerin, ichweinte und schrie laut und unaufhörlich, als mich diese deßhalb wegund wieder in unser finsteres Haus trug. Ich konnte und wolltenicht einschlafeu, ich dachte mir den andern Tag und viele Wochennachher immer das große, glänzende, bunte Bild aus jener Nacht.Ich baute lange Zeit nachher aus Stühlen und Bänken die Ehren-pforte oft wieder aus." — Einen unbeschreiblichen Eindruck machteauf den fünfjährigen Knaben das erste wirkliche Schauspiel, das ersah: es war Moliere's eingebildeter Kranke, von der AckermannschenTruppe aufgeführt. Was ihn besonders reizte, war das Vornehme,ja Ehrwürdige der Erscheinung, und sein Ballet, da? dem Stückfolgte, ärgerte ihn, weil die Leute nicht sprachen und im herrlichen,glänzenden Raum so ungezogen herumspraugen. Er probirte sofortan jedem Feustervorhang das Spiel der zauberischen Decke, dieihm solche Wunder bald enthüllt, bald wieder entzogen hatte; erkonnte nicht begreifen, warum die Seinigen sein Entzücken nichttheilten, und wurde ernstlich böse, wenn etwa jemand von denMenschen, die jenes Zauberbilb dargestellt, geringschätzig sprach. —Die erste Nahrung erhielt der Hang, der so frühe im Knabenkeimte, durch Hübners biblische Geschichten. Jedes Kupfer ries ihmjenes unvergeßliche Bild im Schauspielhause zurück, und die liebstenund wichtigsten waren ihm diejenigen, welche im Vordergrund einenzurückgeschlageucn Vorhang zeigten. DaS erste dunkle Vorgefühlvon dramatischer Kunst, „und wohl etwas mehr," sagt er selbst,erwachte in ihm, als er Lesfings Dramaturgie, die damals heraus-kam, im Familienkreise vorlesen und darüber streiten hörte. „Es