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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
385
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eS denn zu, baß Sie »och weinen? Wie kommt es, daß eine sowackere Ehefrau mir alt.m Manne nicht die Hand reicht?

Mad. 8 rave. Spotten Sie meiner?

Kanzler. Wo ist denn Herr Drave?

Mad. 8rave. Herr Kanzler?

Kanzler. Ist er noch nicht hier?

Mad. 8rave. Hier

Kanzler. Ich habe ihn ja frei gegeben IMad. 8 rave. Frei?

Kanzler. Ei ja doch.

Mad. 8ravc wankend). O mein Herr, so segne ich SielKanzler. Nun, so ists recht. Das höre ich gern. Ei, ichkomme ja lediglich, mich mit Jbnen zu freuen.

Mai. 8 rave. Vergeben Sie, wenn ich es nicht begreife IKanzler. Eine obrigkeitliche Person säet mit Jammer underntet mit Freuden. Erst mußte ich den Waisen Recht schaffen,und auch gegen den tugendhaften Drave hart seyn, andern znmExempel. Nun aber will ich ihn erheben. Ja, ich bin ein Menschen-und Bitrgcrfreuud. Kann ich Ihrem Manne mit meiner Armuthb-ispringen, daß er zahlen und sich retten kann: so soll es gerngeschehen, und ich will mir das Labsal bereiten, einem wackernManne auf die Beine zu helfen.

Mad. 8rane. Diese Gesinnungen

Lanzlrr. Habe ich von Kindesbeinen an geübt. Dafür hatmich auch der liebe Gott gesegnet, mehr als ich würdig bin I

Mad. 8ravr. Was soll ich Ihnen sagen, Herr Kanzler?Sie sehen, wie Ihre Aeußerungen mich befremden; das kann Ichnicht bergen. Aber ist es mit Ihrem Anerbieten ErnstKanzler. Nun freilich

Mad. 8 rave. So zählen Sie auf den herzlichsten Dank.Kanzler. Sehen Sie, wer, wie ich, das Racheschwert derJffland, theatral. Werke. X. 25