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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
386
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Gerechtigkeit tragen muß, kann nicht geliebt seyn. Go ist er auchim Punkt des alten entlaufenen Gronau

Mad. Krane. O mein Herr

Kanzler. Für den habe ich gesorgt, wie ein BruderMad. Orant. Erbarmen Sie Sich seiner

Kauter. Er soll hier im Hause seyn, meint mein Samuel.Mad. Krane. Der Herr Hosrath ist oben bei ihm. Achmein Herr

Kanzler. Ist er hier? Gott sey tausendmal gelobt IMad. Krane. Haben Sie Mitleid mit ihm.

Kanzler. DaS muß ich ja, als Obrigkeit; wie viel mehrals Mitmensch und Christ! Ich habe nun nur eine Bitte an Sie:

daß Sie den alten Mann im Hanse behalten und Sich seineraunehmen. Ich sehe das als einen Fingerzeig von uusrrm HerrGott an, daß er daher gekommen ist. Darum möchte ich nunauch, daß er künftig hier bliebe.

Mal». Krane. Ich bin außer mir vor Dankbarkeit!Kanzler (reicht ihr die Hand). Das ist ja scharmant. SehenSie, dergleichen köstliche Augenblicke versüßen mir mein schweresRichtkramt I Lediglich das wünsche ich, daß er nicht zum Spek-takel in der Stadt herumlaufe.

Mad. Krane. Wir wollen für ihn sorgen.

Kanzler. Thun Sie es, Sie werden den Segen Gottesdavon haben. Wie viel Thränen hat mich der aune Mann schongekostet, wenn ich Nachts alle Nothleidenden meinem Schöpfer imGebet vorgetragen habe. Ehemals war er ein unruhiger Mann.Nun wird er sich gebessert haben.

Mad. Krane. Er ist ein Gegenstand des Erbarmens.Kanzler. Richtig! Wo bleibt nur unser Herr Drave?

ES soll dem alten Mann in seiner zeitherigen Verpflegung