für die gute Sache zu stürzen. Aber, wie der Kanzler selbst be-merkt, ich habe auch nicht Entschiedenheit genug, durch Bösesthunmeinen Weg zu machen. Jetzt ist an mein Glück nicht mehr zudenken, es ist bloß die Rede von meiner Erhaltung. Diese fordereich von Ihnen; und wenn Sie die verbürgen, so ist der Plan siiruns beide in zwei Minuten entworfen und in einer ViertelstundeauSgcführt.
Ludwig. Ich will meinen Bruder retten —
Sekretär. Auch dieß Haus — auch Ihren armen Onkelkönnen Sie retten.
Ludwig (ergreift seine beiden Hände). DaS Will ich, und alle?für Ihre Erhaltung thun, so wahr Gott lebtl
Sekretär. Gut. Hier ist die Brieftasche, die Ihr Bruderheute bei dem Kanzler Ihnen hingeworfen hat. Ich habe sie auf-gehoben.
Ludwig. Ganz recht I
Sekretär (nimmt ein Päckchen heraus). Hier I
Ludwig (liest die Aufschrift). „Zeugniß des Licentiaten Aar-bach wegen des OukelS Gronau." (Er öffnet das Papier und liest:)„An den Pforten der Ewigkeit, doch meiner Sinne völlig mächtig,bekennt mein geängstetes Gewissen, daß ich Ihrem Onkel Gronauauf höhern Befehl, laut beiliegenden Originalien, zu seinem Schadenund Verderben gedient habe. Durch erkaufte Attestate ward er fürverrückt erklärt, welches er nie war. Die Angst und das Alterund Drohungen haben ihn scheu gemacht. Er ist wie ein Mlssc-thäter behandelt. Erbarmen Sie Sich seiner, damit mir Gott ver-gebe, vor besten Gericht ich nun bald stehen werde. Pastor Behr-mann übergibt Ihnen dieses gestegelt nach meinem Tode. Ganzmeine eigne Hand. Aarbach.