Druckschrift 
10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
372
Einzelbild herunterladen
 

372

Daß Vorstehendes der Kranke bei gutem Verstände, inmeinem Beiseyn, ohne daß ich es jedoch gelesen, geschrieben habe,bezeuge ich.

Behrmann, Pastor zu St. Johann."

O mein Gott, mein Gott!

Sekretär. Hierl lEr übergibt ihm ein anderes Päckchen.)

Ludwig tliest die Aufschrift.)Briefe des Kaufmanns Veriniaus Petersburg, worin durch Belege bezeugt wird, daß der letzteFruchtankauf für die Armen nur zu 20,000 Reichsthaler geschehensey." lEr nimmt das zweite Couvert und liest von der Adresse:)Be-weise von den Rechnungssührern, daß derselbe Fruchtankauf demFürsten für 38,000 Reichsthaler angesetzt ist."

Sekretär. Und nun lesen und fühlen Sie dießl (Er gibtihm ein Testament.)

Ludwig (liest)Mein Testament, falls ich plötzlich sterbensollte. Philipp Brook." (Erliest)Unter der Bedingung, daß ermeinen alten Lnkel rette, wenn ich es noch nicht durchgesetzt habensollte, sep mein einziger Erbe mein guter, irregesührter Bruder,Ludwig Brook.

Philipp Brook."

Und ich wollte und ich könnte das wolle mir Gottvergeben ich vergebe mir es niel Fort, daß wir ihn retten.

(Er ergeift den Sekretär.)

Sekretär. Einen Augenblick

Ludwig. Daß wir ihn rächen, daß alle diese Unglücklichen Ich halte es nicht mehr aus kommen Sie

Sekretär. Mein Plan ist

Ludwig. Fühlen Sie, wie mein Herz schlägt! Reueund Rache Mein Blut stürmt fort zur That. Die Allmachtder guten Sache schafft den Plan im Augenblick der Ausführung.