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Ludwig. WaS will der Herr Kanzler? Wozu soll ich michwieder hergeben? Ich sage Ihnen, daß ich anfange, einen Theildes Spiels zn übersehen.
Sekretär. Desto besser für Sie.
Ludwig. Ihr HanS hat mich als Thoren und Bösewichtvorgeschoben und überall hingcflellt. Ich sage Ihnen, daß ichmeinen ehrlichen Namen retten will.
Sekretär. Daraus baue ich meinen Plan. Eilen Sie, ehees zu spät wird.
Ludwig. Was wollen Sie?
Sekretär. Vor allen Ihnen die Beweise in die Handgeben, daß Sie Ihren Bruder nie genug verehren können.
Ludwig (erstarrt». WaS?
Sekretär. Ich bewundere Ihren Bruder. Er hat micherschüttert. Tieser Bruder, so ist des Kanzlers Plan, soll durchKabiuetsbefehl diese Nacht eingesperrt werden.
Ludwig. Gerechter —
Sekretär. Noch ist er durch mich zn retten. Vielleicht ineiner Stunde nicht mehr.
Ludwig. So eilen Sie denn —
Sekretär. Ja. Aber erst muß für mich gehandelt werden.Der Kanzler hat dießmal seine Plans und Feinde zu leidenschaftlichverfolgt. Er hat zn viele Umstände, die ihn in kurzem unvermeid-lich stürzen müssen, gehäuft. Er würde mich in seinem Falle mitzerschmettern. Selbsterhaltung fordert, daß ich ihn stürze; daswill ich. Gerechtigkeit billigt eS, denn er hat in meiner Versorgungmir nicht Wort gehalten und wird eS nie.
Ludwig (erstaunt). Aber —
Sekretär. Ich habe nicht Kraft genug, ihn aus Gefühl