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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
366
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alles verlor (ste «ritt einen Schritt zurück, thut einen Riß durch dieSchenkung und läßt sie fallen) auch ein solches Pasquill auf seinenVerlust nicht achten.

Ludwig. Ich kann nicht zu mir selbst kommen. HerrDrave hat sich für Rosen verbürgt?

Mad. Lravk- Verbürgt.

Ludwig (tief beschämt und bitter). Das hat man mir nichtgesagt.

Mad. Kraue. Wir hätten nichts mehr zu reden. Aberdie Gewißheit, daß wir uns nie wieder sehen, fordert mich auf,Sie an etwas zu erinnern. Sie haben Sich um meine Tochterförmlich bei mir beworben

Ludwig. Madam

Mad. Kraue. Die Sache ist vorbei. Sine belogeneMutter, eine angeführte Närrin mehr oder weniger, das macht imRufe des Mannes von gutem Tone keine Flecken; die Mädchenweinen, die Mütter grollen, die Männer lachen über die Galanterie. Nicht wahr, mein Herr, so ist es? Nun, dann gilt auch beiuns keine Ausnahme.

Ludwig. Sie kommen da auf (Heftig.) Das ist(Bittend.) Madam

Mad. Kraue. Sie, der Sie uns noch nie mit einerfrohen Stunde lohnten, haben uns in einer Stunde auf immerelend gemacht. Doch Ihr Gefühl ist erstorben, und mit ihmjede feine Empfindung. Denn wie könnten Sie es sonst ertragen,Ihre Pflegemutter als Bettlerin, Bettlerin durch den Sohnihrer Busenfreundin, durch ihren Zögling, da vor Sich stehenzu sehen?

Ludwig (tief gebeugt). Ach da ich

Mad. Kraue. Sie haben dem Mädchen Liebs vorge-heuchelt, Sie haben ihr Treue gelogen. Sie liebt Sie, sie