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Kan; Irr. Ihr Herr Bruder.
Philipp. Nein! — nein, nicht möglich!
Kanzler. Laut eigener Unterschrift.
Philipp. Gut I — Sie können doch alles einstellen —Versieglung und Arrest — alles I — Drave ist frei! (Steht aufund trägt den Stuhl weg.)
Kanzler (nachdem er dasselbe gethan). Frei? — warum? wie?
Philipp. Ich verbürge mich für ihn.
Kanzler. Sehr löblich I — sehr rechtschaffen! — wahrhaftchristlich I — aber es geht nicht.
Philipp. Warum nicht?
Kanzler. Sie sind selbst noch nicht mündig; können selbstbei obiger Verwaltung gelitten haben. Die Obrigkeit, als von Gottden Waisen gegebener Vater, muß auch Ihre Sache unter Aussichtnehmen.
Philipp (der wie eingewurzelt da stand). So heben Sie indeßnur die Versieglung auf l
«Kanzler. Ich kann nicht. —
^Philipp (wirft sich In einen Stuhl).
Kanzler. Es ist völliges ZahlungSunvermögen durch mehrereRückstände vergrößert.
Philipp (springt aus). Sie nehmen dem Manne Credit,Brod, Ehre!
Kanzler. Hm! — Kann sich noch immer wieder erholen!
Philipp. Machen Weib, Kind und Vater zu Bettelleuten!
Kanzler. Ja, du lieber Gott — das geht mir herzlichnahe! aber was kann man machen?
Philipp. Dem ehrlichen Bürger aus Gerechtigkeit die Frist»erstatten, die man denen, wrlche den Staat und den Fürsten be-trogen — für Geld übermäßig und schändlich gewährt!
Kanzler. Hat man andere günstig behandelt, so ist das