Lauter. Sie find ein braver junger Mann, wie ich sehe
— von den edelsten Gesinnungen — von recht christlicher patrio-tischer Denkungsart! «Drückt ihm die Hand.) Freut mich, daß ichbei der Occafion das Vergnügen habe, Ihre Bekanntschaft zumachen.
Philipp. Habe ich Hoffnung für Drave?
Lan; irr. Ich will die Ehre haben, Ihnen zu sagen — imgegenwärtigen Fall ist das ohne obrigkeitliche Bewilligung ver-liehene große Kapital Ihres Herrn Bruders dem Herrn Dravenicht nur als ein pseestnin omissiovis, sondern auch als einpeecstum eommissiorus zu imputiren.
Philipp. Das Rosensche Haus war das wohlhabendste inder Stadt.
La »zier «boshaft lächelnd). Hat doch fallirt l
Philipp. Drave hat durch Bürgschaft den Schaden ge-sichert.
Lau zier. Ist klar. An diese hält man sich nunmehr; IhrHerr Bruder kann nicht verlieren.
Philipp. Gut! So stellen Sie das weitere Verfahren ein
— geben Sie Drave die Freiheit.
Lao; irr. Hml er ist nicht allein deßwegen gefäugtich ver-wahrt — obwohl man der vormundschaftlichen Verwaltung auchNachsehen muß. — Es ist kein gerichtliches Jnventarium gemachtworden.
Philipp. Mein Vater hat ihn dazu bevollmächtigt.
La »zier. Diese Vollmacht ist ex lestsinelito nicht zuersehen — eiue sonstige Schrift aber nicht vorhanden.
Philipp. Es klagt ja niemand von den Erben gegenDrave.
Äaujlrr. O jal — allerdings!
Philipp. Wer?