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Kanzler. Nach Belieben! — (Mit einem bedeutenden Auge».Wink.) Führe die Gesellschaft ins Chinesische Kabine« — laß nnsallein, Samuel.
Hosrath (geht ab).
Achtzehnter Austritt.
Kanzler. PH i l ip p B ro ok.
La uzler. Nim, was ist in Ihrem Belieben'?
Philipp. Ich bitte, daß Sie einen ehrlichen Mann vomVerderben retten.
Kanzler. Wie so? wo kann ich helfen? Reden Sie nur,mein Wertherl
Philipp. Vom Kaufmann Drave ist die Rede.
Kanzler. Aha! (Bedenklich.) So? von dem?
Philipp. Für ihn bitte ich — und werde, was Sie thun— als Gnade verehren.
Kanzler. So, so? von dem Kaufmann Drave l — Ja,Sie sagen: „Vom Verderben retten?" wie so denn?
Philipp. Von schrecklichem Verderben; von Verzweiflung,worein buchstäbliche Anwendung der Gesetze ihn unvermeidlich stürzenmuß; woraus Rücksicht auf den ehrlichen Mann, ans seinen Lebens-wandel, auf die Möglichkeit, der Gerechtigkeit dennoch Genüge zuleisten — ihn retten kann!
Kanzler. Mein Kind — die Gerechtigkeit muß ihrenWeg gehen.
Philipp Das soll sie. Darum bitte ich — um Gerech-tigkeit bitte ich. Als den Richter, als den Günstling des Fürsten,bitte ich Sie — verhindern Sie'S, daß der ehrliche Mann nichtgedrückt wird.