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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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8rave. Ich nehme ste zurück.

Ludwig (kalt). Höchst sonderbar I Warum gaben Sie mirsie denn?

8ravc (kurz). Weil ich Sie mißverstand.

Ludwig. So? Ei, wie fein I Sie machten michalso erst recht sicher

8ravc (an sich haltend). Sehn Sie so gut, und lasten Siemich allein.

Ludwig (steigend). So recht treuherzig

8 r ave. Lasten Sie mich allein. Ich bitte Sie.

Ludwig. Um mich dann desto bequemer auszulocken I

8 rave. Gehen Sie ich bitte Sie um Gottes willen.

Ludwig. Wie soll ich bas von dem Mann begreifen, dermir immer seine Offenheit vorspiegelt.

8 rave. Herr! ich rathe Ihnen

Ludwig. Seine Redlichkeit zum Muster aushängt, unddann doch, seiner Frömmigkeit zum Posten, Dinge thut

8 rave. Mensch I Mensch l

Ludwig. Dinge, deren sich keiner von uns Sündernschämen dürste I daß Sie's wissen, Herr! schon lange trauteich dieser religiösen Larve nicht mehr; schon lange war ichdieses Knabenzwanges, der mich fast- und krastloS preßte, über-drüssig. Noch drittbalb Jahre haben wir mit einander zu schassen es steht bei Ihnen, Sich gleich jetzt die Last zu erleichtern.Wollen Sie? Gut, so danke ich Ihnen hiermit für gehabteMühe!

8 rave. Undankbarer, abscheulicher Mensch! O meinKind! ich armer Vater!

Ludwig. Nun? was wüthen Sie denn?

8 rave. Daß Du lebst, Natter! daß das Mädchen Dich