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bitte ich Sie — geben Sie nicht den Eingebungen Ihre« Leichtsinns,geben Sie der bessern Ueberzeugung Gehör!
Ludwig. Gewiß I Sie werden Ihre Freude an mir haben.— Jede Ausschweifung wird sich iu Ordnung verkehren.
Lrave. Hab' ich's doch immer gesagt, Ihre Anlagen sindgut, wenn nur erst der Augenblick käme, wo sie erwachten. Gottscy Dank, er ist gekommen! Ich habe Ihrem Vater in seinekalte todte Hand gelobt, ich wollte für Ihr Glück wachen — undkann nun selbst dazu beitragen!
Ludwig. Auch bahne ich mir urch diese Heirath den sichernWeg zn dem ansehnlichsten Amte —
Lrave. Durch diese Heirath nun wohl eben nicht! aber eskaun —
Ludwig. Gewiß durch diese Heirath! Wissen Sie jemand,der mehrern Einfluß hätte, als der Kanzler?
Lrave. Ja — der wird sich nun Ihrer Lage wohl nichtmehr annehmen.
Ludwig. Ei — jetzt mehr, als jemals.
Lrave. Wie so — jetzt?
Ludwig. Da ich mm seine Tochter heirathe.
Lrave. Was sagen Sie?
Ludwig. Ich meine — da ich nun seine Tochterheirathe.
Lrave. Wen heirathen Sie?
Ludwig. Des Kanzlers Tochter.
Lrave. Nein! — die heirathen Sie nicht!
Ludwig. Wie? warum nicht?
Lrave. Nein — die heirathen Sie nicht!
Ludwig. Unbegreiflich! — Sie gaben ja Ihre Ein-willigung.