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mißrathener Ehen, die Verzweiflung der alten getäuschten Eltern— schändliche Ausschweifung beider Theile, das Unglück der Kinder,die unter Haß und Thränen aufwachsen, sich nach schändlichemBeispiele bilden, für die edelsten Gefühle da? Herz verschlossenhaben — Ol könnt' ich das alles lebendig malen, Ihnen so Vor-halten, daß Ihr leisester Zweifel zum unüberwindlichsten Hindernißwürde — ehe Sie Sich unglücklich machen; und das armeGeschöpf —
Ludwig. Sie machen Sich unnöthige Sorgen. DieLiebe — sie, die schon so unendlich größere Dinge bewirkte —hat auch mir Gesinnungen gegeben, die mein Glück machenmüssen.
Kr ave. Hat sie? — O sagen Sie mir, hat das MädchenIhre Aenderung bewirkt?
Ludwig. Völlig I
Krane (umarmt ihn). Gott sey Dank! — so seyd Ihrbeide glücklich I
Ludwig. Daher bin ich nun gekommen, Sie feierlich umIhre Einwilligung zu bltten.
Kravc. Ja? wirklich? — Aber warum sprachen Sie dennnicht fiüher?
Ludwig. In der Ungewißheit — der Verwirrung meinerAngelegenheiten —
Kr a ve lim Tone de« sanftern Vorwurfs). Und wie konnten Siedie Fürsprache des Kanzlers bei mir gebrauchen wollen?
Ludwig. Ich wollte sie nicht. — Er hat mir sie bei-nahe aufgedrungen.
Kravc. Aha! — Nun ja — ich weiß schonl das hat nunjetzt nichts mehr auf sich.
Ludwig. Ich habe also Ihre Einwilligung?
Kraue (mit einigem Kampfe). — Jal -- aber mit Thränen